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Von der Gotik ins 21. Jahrhundert: Sanierung des ältesten Gebäudes in der Neustadt

Neustadt466

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksheimatpfleger Dr. Maximilian Seefelder (v. l.) machten sich ein Bild vom aktuellen Stand der Bauarbeiten im Objekt „Neustadt 566“. Fabian und Filip Fichtel erläuterten ihre Pläne mit dem alten Gebäude. - Foto: Bäter

Landshut - pm (03.03.2023) Architekt Filip Fichtel und sein Bruder Fabian empfingen Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksheimatpfleger Dr. Maximilian Seefelder vor dem Gebäude mit der Adresse „Neustadt 466“ in Landshut. Dabei handelt es sich um das älteste, in seiner Urform erhaltene Gebäude in der Landshuter Neustadt. Errichtet wurde es 1332. Folglich hat es den Stadtbrand im Jahr 1342 überstanden. Mittlerweile ist das Haus an der Ecke Steckengasse vollständig eingerüstet, das Dach teilweise abgetragen und durch Planen ersetzt.

Im letzten Jahrhundert wurde „Neustadt 466“ mehrfach renoviert – zum Bedauern von Fichtel immer kostensparend und selten fachgerecht. Im Erdgeschoss fanden nacheinander ein Obst- und Gemüsehandel, ein Käseladen und zuletzt ein Popup-Store vorübergehend eine Heimat. Filip Fichtel möchte dem Gebäude nun seinen ursprünglichen Charakter wiedergeben und hat im vergangenen Dezember mit dem Vorhaben begonnen. „Wir wollen mit der alten Substanz würdevoll umgehen, das Haus soll nach der Sanierung ganz unbekümmert und voller Stolz die Spuren des Alters zeigen dürfen“, betonte der Architekt und ergänzt: „Mit dieser Sanierungsmethode stellten wir uns sowohl gegen die bestandsfeindliche Wegwerfmentalität, als auch gegen die Tendenz eines nur vordergründigen Nachahmens früherer Zustände. Eine Herangehensweise, die aktueller ist denn je, wenn man bedenkt, dass im Bauwesen kurzlebige Materialien und Konstruktionen deutlich zunehmen und der Reparaturfähigkeit kaum noch Wert beigemessen wird.“ Intakte Hölzer würden beispielsweise erhalten, schadhafte durch profilgleiche Verblattungen instandgesetzt.

„Unser Umgang mit Ressourcen muss sich grundlegend ändern“, so Dr. Heinrich beim Rundgang durch das teilentkernte Gebäude. „Bei der Denkmalpflege geht es nicht nur um den Erhalt historischer Bausubstanz, sondern auch darum, einen Gegenpol zur ‚Wegwerf-Architektur‘ zu setzen. Denkmalschutz ist auch Klimaschutz – denn alle Materialien, die nicht neu hergestellt werden müssen, schonen die Ressourcen unserer Erde. Die sogenannte ‚graue Energie‘, die in bestehenden Gebäuden steckt, sollte so häufig wie nur irgendwie möglich erhalten bleiben“, betonte der Bezirkstagspräsident. Dies gelte ebenso für Bürger-, Handwerker- und Bauernhäuser, bekräftigte Bezirksheimatpfleger Dr. Seefelder. Leider fände der Aufwand einer denkmalpflegerischen Sanierung bei einfachen Profanbauten im Gegensatz zu bedeutenden Kirchen und prächtigen Schlössern mitunter weniger Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit. Man begegnet der profanen Denkmalpflege noch immer mit einer gewissen Skepsis. Dabei weiß Seefelder aus Erfahrung, dass viele Bedenken unbegründet sind. Außerdem gäbe es für den denkmalbedingten finanziellen Mehraufwand eine Reihe öffentlicher Fördertöpfe – eben auch den des Bezirks Niederbayern. Zudem lasse der Denkmalschutz durchaus Veränderungen zu, die zeitgemäßen Wohnkomfort ermöglichen. „In einem Denkmal muss niemand mehr Etagen-Toilette benutzen“, betonte Fichtel. „Zeitgemäße Aufwertungen tragen dazu bei, dass die Zukunft denkmalgeschützter Häuser langfristig gesichert wird.“

So endete die Führung durch das Gebäude auf dem Dach. Auf einer blechgedeckten Freifläche soll eine Dachterrasse entstehen, die für den späteren Mieter der dazugehörigen Wohnung zur grünen Oase im urbaner Umgebung werden könnte. „Dieses Gebäude zeigt, dass neues Wohnen in alten Gemäuern gelingen kann. Ich bin gespannt auf das Ergebnis der Sanierung“, so Heinrich.

Ende März entscheidet der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss des Bezirks Niederbayern über den Zuschussantrag der Gebrüder Fichtel zur der Sanierung des Objekts „Neustadt 466“. Pünktlich zur Landshuter Hochzeit soll mit dem Bauabschnitt 1 die Fassade fertig gestellt sein, sodass das Gerüst rechtzeitig abgebaut werden kann. Bis Ende 2023 soll auch Bauabschnitt 2 und somit der Innenausbau abgeschlossen sein.

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