
Am Samstag konnte der gesamte Löschzug mit zahlreichen Ehrengästen und befreundeten Feuerwehren den Bezug der neuen Feuerwache feiern. Im Bild Die Feuerwehrleute des Löschzugs Siedlung vor der neuen Wache.
Landshut - pm (03.04.2023) Oberbürgermeister Alexander Putz, Stadtbrandrat Sebastian Öllerer, Ehrenzugführer Hermann Ertl und der amtierende Zugführer Anton Rieder gingen in ihren Grußworten auf die bewegte Geschichte der neuen Feuerwache ein. Bis zur offiziellen Eröffnungsfeier gingen Jahre der Vorbereitung und Planung voraus. Nach der Mittelfreigabe im Stadtrat und der Ausschreibung wurden noch vor dem Spatenstich im März 2018 über 100 vergrabene Gasflaschen gefunden, die allesamt fachmännisch geborgen und zumeist in einer Kiesgrube bei Furth gesprengt werden mussten.
Im Mai 2018 folgte schließlich der Spatenstich, doch auch der Bau musste wegen Belastungen im Erdreich und der erforderlichen Sonderentsorgung unterbrochen werden. Beim Bezug der neuen Wache im April 2021 spielte die Corona-Pandemie die Hauptrolle, so dass der Einzug wegen der Kontaktbeschränkungen nur im kleinen Kreis stattfinden konnte. Der offizielle Festakt zur Eröffnung sollte nun am vergangenen Wochenende folgen.
Einen besonderen Dank richteten die Redner unisono an die Stadt sowie den Stadtrat für die zur Verfügung gestellten Geldmittel, die verantwortlichen Planer des städtischen Baureferat sowie auch an die Freiwilligen Feuerwehren Furth, Schatzhofen und Arth, welche die Sprengaktion für die Gasflaschen in der Kiesgrube bei Furth tatkräftig unterstützt hatten. Alle drei Wehren waren mit Abordnungen und dem Further Bürgermeister Andreas Horsche ebenfalls bei der Eröffnungsfeier zu Gast. Nach dem offiziellen Teil übergaben der Patenzug Rennweg, die Nachbarwehren aus Ergolding, Piflas und Altdorf sowie die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion an Zugführer Anton Rieder und seinen Stellvertreter Daniel Koglin kleine Einzugspräsente.
Der Nachmittag klang dann bei einem gemeinsamen Essen aus.
Die Feuerwache Siedlung
Städtebaulich bildet das zum Teil zweigeschossige Gebäude der Feuerwehr mit Pultdach die Fortführung beziehungsweise den Abschluss der dortigen Bebauung entlang der Oberndorferstraße. Das Gebäude rückt im Norden an die Oberndorferstraße und erstreckt sich längs an der Ostgrenze des Grundstückes in Richtung Bahnlinie. Die Ausfahrten aus der Fahrzeughalle orientieren sich nach Westen. An die für die Ausfahrt notwendigen Verkehrsflächen schließen sich Richtung Westen die Parkplätze für die Feuerwehrleute an. So ergibt sich eine flexible, für die Feuerwehr maximal nutzbare Außenfläche. Im Inneren sind die Räume zweigeschossig und die Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen angeordnet. Ebenerdig, entlang der Oberndorferstraße, neben dem Haupteingang schließt die Einsatzzentrale mit der Verwaltung an. Getrennt durch eine Treppe ins Obergeschoß mit direkter Verbindung zur Fahrzeughalle befinden sich die Lagerräume – gefolgt von den Umkleiden mit Sanitärräumen.
Im Obergeschoß sind die Schulungs- und Bereitschaftsräume mit eigenen SanitärräumenDer Umzug des Löschzuges 7 vom früheren Standort in der Ulmenstraße an die Oberndorferstraße erfolgte bereits Mitte April 2021, den Segen erhielt das Gebäude Ende April 2021 bei einer Einweihung, die wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nur im kleinen Kreis stattfinden konnte.
Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 2,55 Millionen Euro; wegen der überwiegenden Eigenplanung durch die Stadt konnten die Baunebenkosten um circa 350.000 Euro reduziert werden. Nach Abzug einer finanziellen Förderung (FwZR Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien) von circa 314.000 Euro investiert die Stadt über 2,23 Millionen Euro. "Jeder Euro ist hier bestens angelegt“, wie OB Putz betonte.
Die Wache Siedlung besteht aus 52 aktiven Feuerwehrleuten sowie 17 passiven Kameraden. Im Jahr 2022 wurden 197 Einsätze geleistet, dazu kamen Sicherheitswachen bei der Dult und bei Theaterveranstaltungen.

