Die Stadt Landshut lässt die baufälligen Stützmauern und Geländer am Roßbach erneuern. Ab Montag beginnen die voraussichtlich sechsmonatigen Bauarbeiten, die eine Sperrung der unteren Bachstraße zwischen der Johannisbrücke und der Brücke Rödlstraße erfordern.
Auslöser für die Erneuerung der baufälligen Stützmauern am Roßbach ist die Verbesserung der Durchgängigkeit des Gewässers für einheimische Fischarten, so der Leiter des Tiefbauamts der Stadt, Baudirektor Gerhard Anger, beim Ortstermin. Die meisten Fische wandern zum Laichen an ihre Geburtsstätten zurück. Das sei aber häufig durch Schwellen- oder Absturzbauwerke im Bach nicht möglich. Infolgedessen gehe die natürliche Population und Vielfalt im Gewässer immer mehr zurück, die Gewässer müssten mit künstlich aufgezogener Fischbrut besetzt werden. Durch die Beseitigung dieser Querbauwerke gemäß dem für den Roßbach vorliegenden Gewässerentwicklungsprogramm würde ein Fischzug und damit eine natürliche Vermehrung der Fische und der von ihnen abhängigen Tierarten wieder möglich werden.

Laut Baudirektor Gerhard Anger (im Bild links) wurde in einem ersten Bauabschnitt im Jahr 2010 ein den Roßbach querender Schmutzwasserkanal von 60 Zentimeter auf 30 Zentimeter Durchmesser zurückgebaut und damit die Durchgängigkeit im Bereich der Johannisbrücke wieder hergestellt.
Im Anschluss an diesen Bauabschnitt, bei dem die Stützmauer und das Geländer am Roßbach ebenfalls erneuert wurden, sollen laut Anger weitere sieben Querbauwerke entschärft und die baufällige Ufermauer bis zur Brücke Rödlstraße erneuert werden. Auch das im ersten Bauabschnitt (2010) als Pilotprojekt realisierte Geländer, das Gestaltungselemente des bestehenden Geländers aufnehme und fortentwickle, solle in gleicher Ausführungsart weitergebaut werden. Die Baumaßnahmen zur Verbesserung der Durchgängigkeit werden durch staatliche Zuwendungen aus Förderprogrammen der Wasserwirtschaft gefördert.
Der Auftrag für die Baumaßnahme wurde gemäß einer Ausschreibung an die Firma Wadle aus Altheim vergeben. Diese wird die Bauarbeiten in den nächsten sechs Monaten durchführen. Ab Montag muss deshalb die untere Bachstraße zwischen der Johannisbrücke und der Brücke Rödlstraße für den Durchfahrtsverkehr gesperrt werden. Nahe Umfahrungsmöglichkeiten sorgen während der Bauphase für einen reibungslosen Verkehrsfluss. Anlieger, Fußgänger und Radfahrer können im Regelfall weiterhin durchfahren. Ausnahmen werden in direktem Kontakt mit den Betroffenen geregelt.
Das Baureferat – Tiefbauamt bittet um Verständnis wegen der Behinderungen und Belästigungen, die mit der Baumaßnahme verbunden sind.
Im Bild ganz oben: Links im Bild ist der bereits 2010 erneuerte Teil der Stützmauer und des Geländers am Roßbach zu sehen. Am Montag startet die Bauphase für den anschließenden Ufer-Abschnitt, bei der laut Baudirektor Gerhard Anger weitere sieben Querbauwerke entschärft und die baufällige Ufermauer bis zur Brücke Rödlstraße erneuert werden sollen.
Fotos Stadt Landshut


