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Grenzenlose Zusammenarbeit beim Thema Energie der Hochschule LA und der Fachhochschule Oberösterreich

hochschule österreich

Landshut - pm (02.09.2019) Die Hochschule Landshut und die Fachhochschule Oberösterreich entwickelten eine länderübergreifende Plattform zur Batterieforschung und initiieren damit den Austausch in Forschung und Lehre; hiervon profitieren Forschende, Studierende und die Region.

Elektrische Speicher sind im Zuge der Energiewende eine zentrale Schlüsseltechnologie für die Zukunft. Da regenerative Quellen wie Wind oder Sonne nicht kontinuierlich Energie erzeugen, braucht es einen Puffer, um diese Unregelmäßigkeiten auszugleichen. Vor vier Jahren starteten die Hochschule Landshut und die Fachhochschule Oberösterreich in Wels daher eine Kooperation, um ihre Kompetenzen im Bereich Energiespeicherung zu bündeln. Nun freuen sich die beiden Einrichtungen über den erfolgreichen Abschluss ihres Projekts CompStor – Kompetenzzentrum zur Energiespeicherung.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit umfasst sowohl die Lehre als auch die Forschung im Bereich elektrische Speicher. So entstand am Technologiezentrum Energie in Ruhstorf an der Rott (TZ Energie) ein Neubau mit chemischen und technischen Laboren sowie einer Technikumshalle zum Thema Zellfertigung und Batterietest. Die FH Oberösterreich errichtete zudem am Welios Science Center in Wels hochmoderne Anlagen für Hochspannungs- und Hochstromuntersuchungen. Gleichzeitig erarbeiteten die beiden Hochschulen ein gemeinsames Kursangebot für Studierende, um den Nachwuchs in der Region zu den Themen Batterietechnologie, Netzintegration und Schutztechnik weiterzubilden. Die EU förderte das Vorhaben mit ca. 5,5 Millionen Euro.

Stärkung der gesamten Region

Durch den Wissenstransfer und die gemeinsame Forschung an Batteriespeichern, schaffen die beiden Hochschulen ein grenzüberschreitendes Kompetenzfeld für Gleichstromtechnik und Netzintegration. „Fragen zur Energiespeicherung lösen sich schließlich nicht an der Landesgrenze entlang des Inns auf. Die Sicherstellung der Energieversorgung ist vielmehr europäisches Interesse“, betont Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger, Projektleiter am TZ Energie, „und keine unserer Einrichtungen kann die Antworten darauf alleine finden. Unsere Kooperation bündelt Wissen um Batterietechnologie auf bayerischer Seite und das für den Systemeinsatz notwendige Wissen zur Hochvolt-Gleichspannungstechnologie auf österreichischer Seite.“ Für Niederbayern und Oberösterreich bedeutet dies eine Stärkung der Region, neue Impulse für Innovationen und eine Verbesserung der internationalen Sichtbarkeit.

Nutzen für Wirtschaft, Studierenden und Forschende

So zeichnen sich die beteiligten Institute als Anlaufstelle für Fragen aus Industrie, Wirtschaft und Politik aus und agieren als unabhängige Beratungsstellen zum Thema elektrische Speichersysteme. Darüber hinaus bietet die grenzüberschreitende Forschungs-, Lehr- und Innovationsplattform unzählige Möglichkeiten zur Interaktion, sowohl für die beiden Hochschulen, als auch für die regionalen Betriebe in Niederbayern und Oberösterreich, die sich dadurch besser vernetzen und Synergieeffekte nutzen können. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus der gemeinsamen Forschung fließen zudem unmittelbar in die Lehre mit ein. „Damit sind unsere Studierenden stets auf dem aktuellen Stand und perfekt für zukunftsträchtige Berufe im Energiebereich qualifiziert“, erklärt Pettinger. Dies kommt auch wiederum der Region zugute, da langfristig Arbeitsplätze rund um die Schlüsseltechnologie Batteriesysteme geschaffen werden.

 Ü b e r  d a s  P r o j e k t

Das Projekt CompStor – Kompetenzzentrum zur Energiespeicherung (Competence Center for Energy Storage) begann 2015 und wurde Ende März 2019 abgeschlossen. Der Projektleiter an der Hochschule Landshut ist Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger, wissenschaftlicher Leiter des Technologiezentrums Energie in Ruhstorf an der Rott. Projektpartner ist die Fachhochschule Oberösterreich in Wels. Maßgeblich am Projekt beteiligt ist hier Prof. Dr. Peter Zeller, Studiengangsleiter Electrical Engeneering. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert das Projekt mit ca. 5,5 Millionen Euro. Rund 1 Million Euro haben die Einrichtungen aus Eigenmitteln beigesteuert.

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