Neue stellvertretende Leiterin des Instituts Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung an der Hochschule Landshut - Foto Alexey Testov
Landshut - pm (27.05.2021) In der vergangenen Institutsratssitzung wurde Prof. Dr. Uta Benner, Professorin im Studiengang Gebärdensprach-Dolmetschen und Studiendekanin der Fakultät Interdisziplinäre Studien, mit einstimmiger Mehrheit zur neuen stellvertretenden Leitung des Instituts Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung (IKON) gewählt.
Sie übernimmt das Amt von Prof. Dr. Hubert Beste, der zum Ende des Wintersemesters in Pension ging.
Prof. Dr. Benner, die am Aufbau der 2016 gegründeten Fakultät Interdisziplinäre Studien stark beteiligt war, ist in der Forschung und Lehre in den Bereichen Translations- und Dolmetschwissenschaften, Gebärdensprachdolmetschen, Linguistik, Inklusion und soziale Teilhabe tätig. Sie hat die Projektleitung des Projekts „Deaf Pal – Kommunikation in der Palliativversorgung gehörloser Menschen“, welches im Januar 2021 startete, inne. In Kooperation mit den Projektpartnern Oberarzt Wolfgang Sandtner (LAKUMED Krankhaus Landshut-Achdorf) und Prof. Dr. Stefan Lorenzl (Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) Salzburg) wird untersucht, was für eine gute Versorgung gehörloser Menschen in der Palliativmedizin benötigt wird und welche Ressourcen hierfür bereits vorliegen. Ziel des Projektes ist eine Verbesserung der grundlegenden Palliativversorgung gehörloser Menschen entsprechend ihrer Minderheitensprache und kulturellen Identität.
Noch engere Zusammenarbeit zwischen Institut und Fakultäten
Als Studiendekanin der Fakultät IDS, als Senatsmitglied, aktiv Forschungstreibende und Gebärdensprachdolmetscherin engagiert sich Benner nicht nur an der Hochschule Landshut, sondern fungiert als Bindeglied in die Gehörlosencommunity, für die sie durch ihre Forschungsschwerpunkte und ihr Mitwirken an der qualifizierten Ausbildung von dringend gebrauchten Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetschern einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Barrieren leistet. Durch die Übernahme des Amts der stellvertretenden Leitung durch Prof. Dr. Uta Benner, werden die Interdisziplinarität des Instituts und die Zusammenarbeit der beiden Fakultäten noch einmal gestärkt.
Das im November 2013 gegründete, interdisziplinäre Forschungsinstitut IKON definiert den sozio-ökonomischen Wandel als gesamtgesellschaftliche Herausforderung für die Gestaltung von Ökonomie, Technik und sozialem Zusammenleben. Hintergrund sind die Veränderungen von der Industriemoderne zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft.
Zu beobachten sind dabei sowohl soziale Reformen und Inklusionsprozesse als auch zunehmender soziale Ungleichheits- und Ausschließungsverhältnisse. Zentrales Anliegen der Kohäsionsforschung ist ein immer wieder neu zu findender Zusammenhalt von Gesellschaften in Wandlungsprozessen.
Vor diesem Hintergrund bietet das Institut den Forschenden der Fakultäten Soziale Arbeit (SozA) und Interdisziplinäre Studien (IDS) die Möglichkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit, um Synergien aller beteiligten Fachgebiete zu nutzen
Ü b e r d i e H o c h s c h u l e L a n d s h u t :
Die Hochschule Landshut steht für exzellente Lehre, Weiterbildung und angewandte Forschung. Die sechs Fakultäten Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Interdisziplinäre Studien, Maschinenbau und Soziale Arbeit bieten über 50 Studiengänge an. Das Angebot ist klar auf aktuelle und künftige Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Die rund 4.600 Studierenden profitieren vom Praxisbezug der Lehre, der individuellen Betreuung und der modernen technischen Ausstattung. Für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet die Hochschule eine breite Palette an Projektthemen, die von wissenschaftlichen Fachkräften mit bestem Know-how betreut und umgesetzt werden. Über 118 Professorinnen und Professoren nehmen Aufgaben in Lehre und Forschung wahr

