Anlässlich der heute vorgestellten Projekte im Kulturfonds Bayern stellt Rosi Steinberger, Abgeordnete der Grünen im bayerischen Landtag und Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst fest: „Der Kulturfonds ist eine gute Einrichtung, um kulturelle Projekte im ganzen Land zu fördern.“ Allerdings sei der Umfang des Fonds in den letzten Jahren deutlich geschrumpft. Noch 2013/14 hatte man 7,5 Mio Euro zur Verfügung, jetzt seien es nur noch 6,4 Mio Euro. Wie jedes Jahr bemängeln die Grünen die einseitige Ausrichtung auf Infrastrukturförderung.
Gerade die großen Fördersummen werden vor allem in Gebäude gesteckt, kritisiert Steinberger. Dabei wäre es besonders wichtig, dass kulturelle Initiativen und Projekte überall im Land gefördert werden.
Schade findet es die Abgeordnete, dass die Bagatellgrenze von 5.000 Euro auf 10.000 Euro Projektsumme angehoben wurde. „Damit fallen gerade kleine Projekte aus dem Raster, die oft das reichhaltige kulturelle Leben in Bayern wiederspiegeln.“
In Niederbayern werden dieses Jahr nur sieben Prozent der Fördersumme ausgereicht. „Damit landet der Regierungsbezirk auf einem der letzten Plätze“, so Steinberger. „Ich mache deshalb offensiv Werbung bei den kulturellen Initiativen, sich um eine Förderung zu bemühen.“
Steinberger freut sich darüber, dass einige Projekte gefördert werden wie das Jazzfest in Passau, das Theater IMPULS in Straubing oder die Jubiläumsaufführung „Der Sturm“ im kleinen Theater in Landshut, und viele mehr.
„Dennoch muss der Kulturfonds aufgestockt werden“, ist das Fazit von Steinberger. Und es muss ein einfaches und zügiges Genehmigungsverfahren geben. „Denn es kann nicht sein, dass die Bewilligung der Mittel für das laufende Jahr erst im Juni feststeht.“

