Peter Paul Polierer (Landshut) erhielt beim Empfang für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler der SPD-Landtagsfraktion am Sonntag (21.6.) eine Auszeichnung für heimatvertriebene Flüchtlingshelfer. „Die Bayern-SPD verknüpft dieses Jahr die Erinnerung an die Vertreibung von Millionen Menschen aus ehemals deutschen Gebieten mit der Mahnung, den heutigen Flüchtlingen beizustehen und zeichnet Heimat-Vertriebene, die sich aktuell als Helfer für Flüchtlinge engagieren, als „Brücken-bauer“ aus“, so MdL R. Müller, aus deren Stimmkreis Peter Paul Polierer stammt.
Wohl niemand könne besser nachvollziehen, was Kriegsflüchtlinge aus Syrien oder dem Irak heute durchmachen, als Menschen die selbst vertrieben wurden und in Bayern eine neue Heimat gefunden haben, so der vertriebenenpolitische Sprecher und Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Volkmar Halbleib. Halbleib sagte im Rahmen der Ehrung, er sei dankbar, dass sie mithelfen, den heutigen Flüchtlingen und Asylbewerbern eine menschenwürdige Aufnahme in Deutschland zu bereiten.
Der Landshuter Gymnasiallehrer Peter Paul Polierer unterrichtet in Landau u. a. Geschichte. Daraus speise sich auch sein politisches Engagement und sein Selbstverständnis als „Europäer niederbayerischer Heimat und böhmisch-mährischer Abkunft“. Mit ihm als Bundesvorsitzenden der Sudetendeutschen Jugend verbindet sich nicht nur eine Strukturreform des Jugendverbands sondern auch eine programmatische Namensergänzung in „Sudetendeutsche Jugend – Jugend für Mitteleuropa“ und eine Öffnung der SdJ über die sudetendeutsche Volksgruppe und den sudetendeutschen Kontext hinaus auch für Mitgliedsgruppen, die sich nicht originär in Deutschland betätigen oder nicht aus dem landsmannschaftlichen Umfeld stammen, hieß es in der Laudatio im Maximilianeum.
In der aktuellen "Erklärung der Sudetendeutschen Jugend 2015“ kommt ein besonderes Engagement für die heutigen Flüchtlinge zum Ausdruck. So sei man als SdJ stolz darauf, dass sich die DJO als Dachverband der Jugendorganisationen der Vertriebenenverbände auch für Migrantenselbstorganisationen geöffnet hätten.
"Es sei vorbildlich, das gemeinsame Schicksal mit den heutigen Flüchtlingen und Vertriebenen als Basis zu verwenden, um gemeinsam die Lebensgrundlage in der neuen Heimat zu gestalten", lobte Müller das Engagement Polierers.
Im Bild oben von links Vertriebenenpolitische Sprecher und Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Volkmar Halbleib, MdL, Peter Paul Polierer und Ruth Müller, MdL

