Was ist los im schönen Bayernland? Schon wieder eine Umweltkatastrophe in Niederbayern. Tonnen von verendeten Fischen wie Barben, Nasen, Mühlkoppen, darunter auch Rote-Listen-Arten, wie Schneider und Bitterling wurden aus Zeller Bach und Kollbach geborgen.
Auch die besonders geschützte Bachmuschel und die Edelkrebsbestände und viele Kleinstlebewesen wurden wohl vernichtet. Grund dafür waren 700 Kubikmeter Gülle, die aus einer Biogasanlage ausgetreten sind.
Die spontane Reaktion der Landtagsabgeordneten zu dem neuerlichen Biogas-Massenfischesterben im Landkreis Rottal: „Ob Verbraucher- ,Tier-, oder Gewässerschutz: Entweder ist die Überwachung in Bayern eine Katastrophe oder die Gesetzes/Verordnungslage ist völlig unzureichend - ich vermute beides. Wir werden die bayerische Staatsregierung festnageln und nachfragen, welche Schritte sie unternommen hat, um die Risiken durch Biogasanlagen zu verringern, nachdem immer wieder Gewässer durch Biogasanlagenunfälle verunreinigt werden.“
Die Landtagsgrünen werden sich für klare Vorgaben zur Verbesserung der Sicherheitsstandards von Biogasanlagen einsetzen: z.B. bauliche Anforderungen wie Havariewälle, Auffangbecken, Sickerschutz und verbesserte gesetzliche Vorgaben für regelmäßige Kontrollen, Schulungen für Biogasanlagenbetreiber und sofortige Meldepflicht bei Unfällen durch die Anlagenbetreiber.

