Die nächste telefonische Bürgersprechstunde der Fraktion Junge Liste - Bürger für Landshut findet am Freitag, 24. Juli, von 18 bis 20 Uhr mit Stadtrat Bernd Friedrich statt. Erreichbar ist er unter der Telefonnummer 640564. - Anm. der Red.: Die Bürger für Landshut haben sich bisher noch nicht geäußert, ob sie bei der OB-Wahl 2016 - wahrscheinlich am Sonntag, 9.10.2016 - einen eigenen Bewerber bzw .eine Bewerberin für die Wahl des Nachfolgers von OB Hans Rampf nominieren oder welchen Kandidaten bzw. welche Kandidatin sie bei dieser Wahl unterstützen wollen.
Der Verein der Bürger für Landshut e.V. schuf ja 2004 die Plattform für die Wahl des CSU-Mitglieds Hans Rampf zum Rathauschef. 2010 trat Rampf dann für die CSU als OB-Kandidat an. 2016 könnte sich die Konstellation von 2004 mit der Kandidatur von Prof. Dr. Goderbauer-Marchner wiederholen. Auch sie ist weiterhin CSU-Mitglied, wird aber wohl für den Verein der Landshuter Mitte OB-Kandidatin werden. Unterschied zu 2004: Rampf war zwar im Stadtrat, mußte aber den Fraktionsvorsitz abgeben, die CSU-Fraktion verlassen. Er hatte im Stadtrat keinerlei offene Hausmacht mehr. Gotderbauer-Marchner ist amtierende LM-Fraktionschefin. Denoch hat Rampf die Wahl gegen den CSU-OB-Kandidaten Ludwig Zellner gleich im ersten Wahlgang mit 50,89 Prozent gewonnen. Zellner bekam lediglich14,84 Prozent, während der OB-Kandidat der Grünen, Dr. Thomas Keyßner, 25,14 Prozent erzielte. Ludwig Zellner blieb danach jedoch weiterhin 2. Bürgemeister bis zur Stadtratswahl 2008.
Die Frsge für die Bürger für Landshut: Wollen und können sie sich mit einem eigenen OB-Kandidaten neu profilieren und als bürgerliche politische Kraft stabilisieren? Andererseits ist es kein Gemehinis, dass Stadtrat Bernd Friedich in der Fraktionsgemeinschaft mit Stadträtin Karina Habereder und Stadtrat Thomas Haslinger (beide JU bzw. Junge Liste) häufig eng mit der fünfköpfigen Fraktion der Landshuter Mitte kooperiert. Auch die Junge Union mit dem Jura-Studenten Ludwig Schnur an der Spitze und die neu gegründete SchülerUnion halten sich bezüglich der OB-Kandidaten (Favoriten?) bisher bedeckt.
Thomas Haslinger (28) hat im Sommer 2014 schriftlich seinen Verzicht auf eine OB-Kandidatur erklart. Am 24. März 2015 hat er vergeblich gegen MdL Helmut Radlmeier um das Amt des CSU-Vorsitzenden kandidiert. Sollte Radlmeier Amtsnachfolger von Rampf werden, muß die CSU für die nächste Landtagswahl 2018 einen neuen Landtagskandidaten finden. Da wird sich wohl Haslinger erneut bewerben, aber sicher auch andere in der CSU aus dem engeren Umfeld von Radlmeier. Selbst Hans Rampf könnte sich für ein Landtagsmandat interessieren. Er will ja nach seinem Ausscheiden als Rathauschef Ende 2016 in der Politik aktiv tätig bleiben. Das zeigte auch seine erstmalige Kandidatur und Wahl in den CSU-Bezirksvorstand am letzten Samstag beim Parteitag in Essenbach. Rampf hat 2013 auch schon mit beachtlchem Anzeigenaufwand für den Bezirkstag kandidiert. /hs

