
Problem-Autobahn Dingolfing - Neufahn /Foto Benjamin Taitsch, JU Dingo-Landau
Die Junge Union Dingolfing-Landau fordert gemeinsam mit den JU Kreisverbänden Landshut-Stadt und Landshut-Land eine zügige Lösung der Verkehrssituation auf der Autobahn 92 zwischen Dingolfing und Neufahrn. Aufgrund der bestehenden Gefahr von sogenannten Blowups wird die Geschwindigkeit in diesem knapp 80 Kilometer langen Autobahnabschnitt auf 80 km/h begrenzt.
Die Autobahn wird in regelmäßigen Abständen aufgesägt, um Teer-Dehnfugen zwischen den veralteten Betonplatten einzubauen. Die daraus entstandenen Schlaglöcher und Hitzewölbungen führen zu einer massiv erhöhten Abnutzung des gesamten Fahrzeugs, insbesondere zu Schäden an den Stoßdämpfern.
Die Gesamtsituation in diesem Abschnitt, der den Namen Autobahn aus unserer Sicht nicht mehr verdient, hat sich gegenwärtig derart verschlechtert, dass die ersten Pendler bereits die Landstraße wieder in Betracht ziehen.
Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Dingolfing-Landau, Benjamin Taitsch, sieht in dieser Smart-Repair Variante die Problematik der Blowups mittel- und langfristig nicht behoben, da nach den potentiellen Blowup-Stellen nun die Schlaglöcher der Dehnstreifen für jeden Autofahrer zu spüren sind.
„Niederbayern braucht eine Verkehrsader wie die BAB 92 und keine Landstraße, auf der man mit 80 Stundenkilometern vor sich hintuckert. Wenn sich die Verkehrssituation in den kommenden Jahren nicht deutlich verbessert, wird die Metropolregion München zunehmend unattraktiver für Niederbayern. Durch diese wichtige Verkehrsader rückte München erheblich näher an Niederbayern. Jetzt jedoch „verkalkt“ diese Ader, sodass die Fahrzeit von ursprünglich knapp 60 Minuten von Dingolfing nach München sich nun fast verdoppelt hat.“, so Taitsch weiter. Die Einsparungen in der Bauweise der BAB 92 haben sich mittlerweile als Fehler herauskristallisiert. In Zukunft muss diese Straßendecke so konzipiert sein, dass sie auch bei steigendem Schwerlastverkehr die kommenden 30 bis 40 Jahre Stand hält.
Die JU Verbände aus Dingolfing-Landau und Landshut mit deren Vorsitzenden Benjamin Taitsch, Hans-Peter Deifel und Ludwig Schnur fordern deshalb gemeinsam eine rasche Sanierung in diesem Streckenabschnitt.
„Insbesondere in Anbetracht der hohen Bedeutung der BAB 92 für den Wirtschaftsstandort Niederbayern und gerade für die Industriebetriebe wie BMW im Raum Landshut-Dingolfing muss eine schnellstmögliche Erneuerung der gesamten Autobahn 92 in diesem Bereich vorgenommen werden. Dabei sind Bauzeiten von mehreren Jahren jedoch keinesfalls hinnehmbar. Um eine dauerhafte Belastung der Wirtschaft und der Bevölkerung entlang der A 92 zu verhindern, ist eine Sanierung auf dem Wege einer 24-Stunden-Baustelle unumgänglich. Nur so kann ein schneller Abschluss der Bauarbeiten sichergestellt werden.“, so der Landshuter JU- Kreisvorsitzende Ludwig Schnur.
Im Sinne einer zukunftsorientierten Planung und in Anbetracht des wirtschaftlichen Booms in Niederbayern, sollte langfristig geplant und möglicherweise auch ein sechsspuriger Ausbau von Landshut bis zum Flughafen Franz-Josef-Strauß im Zuge der Sanierungsarbeiten in Erwägung gezogen werden.
Auch an den weiteren Betonautobahnen wie der BAB 3 und der BAB 93 müsse nach Ansicht der Kreisvorsitzenden zügig gehandelt werden. Niederbayern und damit auch die Regionen Dingolfing und Landshut, sollen auch in Zukunft in der Verkehrserschließung nahe an München bleiben und umgekehrt sollen auch Fachkräfte und Firmen Niederbayern als attraktiven Regierungsbezirk und Wirtschaftsstandort weiter nutzen.

