
Landshut (07.09.2016) Die Generalsanierung des Bernlochner Theaters wird laut aktueller Berichterstattung mit 75 % durch den Freistaat Bayern gefördert. Dies ist eine mutige Zusage des Finanzministers, denn bis heute kann nicht beziffert werden, wie hoch die Sanierungskosten sein werden.
Es besteht eher der Verdacht, dass diese Förderzusage noch schnell vor der OB-Wahl getroffen wurde, um dem OB-Kandidaten der CSU Helmut Radlmeier noch Wahlkampfunterstützung zukommen zu lassen, so die Überlegungen von Stefan Gruber, Stadtrat der Grünen.
„Für mich ist neben der Förderquote aber auch sehr wichtig, dass wir in Landshut nach der Generalsanierung ein zeitgemäßes, modernes Theater haben werden“, so Stefan Gruber weiter. Er pflichtet dabei dem Intendanten des Landestheater Niederbayern bei, der jüngst einige praktische Forderungen formuliert hat:
- Erweiterung der Bühne
- einem funktionstüchtigen Orchestergraben
- möglichst viele Zuschauerplätze
Speziell die Zuschauerplätze dürften nämlich bei der Realisierung der Bühnenerweiterung und des Orchestergrabens zum Opfer fallen. „Damit ist die Wirtschaftlichkeit des Theaters aber noch schlechter. Es ist dann wieder die Grundsatzdiskussion zu erwarten, ob wir uns überhaupt ein Theater leisten können“, so Stefan Gruber.
„Ich kann mir ein Oberzentrum Landshut nicht ohne Stadttheater vorstellen. Es muss uns aber auch daran gelegen sein, dass wir eine bestmögliche Sanierung realisieren. Und dazu bedarf es intelligenter Überlegungen, die vorausschauend sind und verschiedene Sanierungsvarianten zulassen. Mit einer solch hohen Förderquote können diese problemlos angestellt werden.
Dementsprechend muss der Stadtrat sogar nochmals das Thema aufgreifen und weitere gutachterliche Überlegungen in Auftrag geben, schließt Stefan Gruber seine Ausführungen.

