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SPD-Stadträte: OB Rampf soll über Wagnergasse-Häuser erneut in einer Vollsitzung entscheiden lassen

rote räte

Landshut (20.11.2016) In der Fraktionssitzung haben am Dienstag (15.11.) und nach der Sitzung des Bausenats (18.11.) die SPD-Stadträte über mögliche weitere Schritte beraten. „Nachdem auch die Bevölkerung diese Beschlusslage nicht nachvollziehen kann, haben wir nach Möglichkeiten gesucht, wie hier doch noch Abhilfe geschaffen werden kann.“, erklärte Fraktionschef Robert Gewies.

 

wagnergasse zweiAm Dienstag war einer der wichtigsten Punkte die Abstimmung über den Abriss der drei einsturzgefährdeten Häuser in der Wagnergasse 2, 4 und 6. Unverständlich seien hier auch die Gründe für die Ablehnung des Abrisses einiger Stadtratskollegen gewesen und diese würden es zum Teil auch bereuen. Nachdem die Wagnergasse nun seit Wochen gesperrt sei und dieser Zustand bis Ende des Jahres so anhalten werde, sei der Unmut in der Bevölkerung noch größer geworden, konnten alle SPD-Stadträte bestätigen.

Ein Nachprüfungsantrag für einen Plenarbeschluss könne man nicht stellen. Nun ist seit Freitag (Bausenat) bekannt, dass die Sicherung der Gebäude nur durch das Einschieben eines Tunnels, um die Bauarbeiter nicht zu gefährden, möglich ist. Die Kosten dieser Maßnahmen werden auf 400 bis 450.000 Euro geschätzt. Es sind mindestens 5.000 Arbeitsstunden notwendig, damit die Sicherung dann in drei Schritten vollzogen werden kann.

Das ist für den Eigentümer unzumutbar.“, so Gerd Steinberger aus dem Bausenat. Außerdem sei der Verkehr dort noch bis Sommer nächsten Jahres stark beeinträchtigt und würde sich auf andere Strecken, die eh schon stark belastet seien, umverteilen. Es müsse eine schnellere, für alle bessere Lösung her.

Mit den Ergebnissen des neuen Gutachtens zur Sicherung seien laut SPD-Fraktion neue Tatsachen bekannt geworden. Dies rechtfertige eine Neubehandlung im Stadtrat. Der Oberbürgermeister sei deshalb aufgefordert, dieses Thema erneut in den Stadtrat einzubringen, um mit allen Daten und Fakten eine erneute Abstimmung herbeizuführen.

Die SPD-Fraktion stehe für Denkmalschutz und den Erhalt von Gebäuden dort, wo es sinnvoll  und wirtschaftlich umsetzbar sei. Dem jetzigen Eigentümer vorzuwerfen, er habe die Häuser verfallen lassen, entspreche nicht den Tatsachen, da die Häuser noch nicht so lange in seinem Besitz stünden. Das Areal dieser drei Gebäude sei gut geeignet, um dort architektonisches Können zu beweisen. Der Neubau an dieser Stelle müsse sich einpassen in das Quartier, eine moderne kleinteilige Bebauung sei hier angebracht. Hier sei dann wiederum der Stadtrat gefragt, der großen Einfluss auf die Art und Weise der neuen Bebauung habe

Bernhard Schindler Wolfgang Bosbach

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