Landshut-Kelheim (10.12.2016) Beim heutigen (10.12.) SPD-Parteitag in Nürnberg wurde die Reihenfolge der SPD-Kandidaten für die Bundestagswahl im September 2017 festgelegt. Zum Spitzenkandidaten wurde Florian Pronold (43, Jurist) aus Degendorf gewählt. Der Landesvorsitzende ist aktuell Staatssekretär im Bundesbauministerium. Die Direktkandidatin des Wahlkreises Landshut-Kelheim, Anja König (46, Foto), SPD-Vorsitzende und Stadträtin in Landshut, muß sich mit dem Listenplatz 32 zufrieden geben. Um in den Bundestag zu kommen sind jedoch nur die Listenplätze bis 22 aussichtsreich.
Auf dem Listenplatz 48 steht die Essenbacher Kreisrätin und Gemeinderätin Filiz Cetin (40, Foto). Sie hat 2014 auf Anhieb den Einzug in den Kreistag geschafft und in Essenbach erzielte sie bei der Gemeinderatswahl das zweitbeste Stimmen-Ergebnis überhaupt.
Aus Niederbayern haben ansonsten nur die amtierenden beiden Bundestagabgeordneten Christian Flisek aus Passau auf Platz 21 und Rita Hagl-Kehl aus Deggendorf beste Chancen 2017 wieder in den Bundestag gewählt zu werden.
Auf dem fast aussichtslosen Platz 26 ist die Bundes-Juso-Vorsitzende Johanna Ueckermann (29) aus Mitterfels bei Straubing zu finden. Sie hat eine Kampfabstimmung um Platz 22 verloren. Ueckermann gilt als Vetreterin des linken Flügels der SPD. Sie hat bei ihrer Bewerbungsrede offen für eine künftige Rot-Rot-Grüne Bundesregierung plädiert. Jetzt wird sogar ein Parteiwechsel der "dunkelroten Johanna" zur Partei Die Linken nicht ausgeschlossen, falls sie dort einen aussichtsreichen Listenplatz für die Bundestagswahl zugesichert bekommt. Der Wahlkreis Landshut-Kelheim würde sie sicher gern als Kandidatin der Linken akzeptieren. Johanna Ueckermann sitzt zusammen mt ihrem Vater für die SPD im Kreistag von Straubing-Bogen. /hs

