
(12.01.2017) Unsere Heimat Schützen – Flächenfraß stoppen! Unter diesem Motto steht die Klausur der grünen Landtagsfraktion in Rothenburg ob der Tauber. Nach wie vor ist Bayern mit 13 Hektar, die täglich für Verkehr, Gewerbe und Wohnungsbau verbraucht werden, Spitzenreiter in Deutschland.
Dazu die Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger: „ Wir müssen unsere Lebensgrundlagen schützen. Dazu gehört auch der Grund und Boden. Er steht nur begrenzt zur Verfügung“. Es könne nicht sein, so die Abgeordnete, dass täglich 2700 Quadratmeter Fläche im Landkreis Landshut unter Beton und Asphalt verschwinden. Steinberger befürchtet eine weitere Zunahme des Flächenverbrauchs durch große Verkehrsprojekte und durch die Lockerung des so genannten Anbindgebotes. In der Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms strebt Minister Söder diese Lockerung an. Gewerbegebiete müssen dann nicht mehr an einen Ort angebunden sein. Es reicht ein Autobahnanschluss. „Das führt zu einem Ausverkauf der Landschaft“, so Steinberger. Kommunen werden sich gegenseitig unterbieten und noch mehr Gewerbeflächen auf der grünen Wiese auf den Markt bringen. Dabei gebe es bereits jetzt ein erhebliches Überangebot an Gewerbeflächen. Die Grünen fordern daher eine verbindliche Obergrenze für den Flächenverbrauch.

