
In Landshut wurden die letzten Jahre zwar sehr viele freifinanzierte Wohnungen gebaut - hier im Bild im ehemaligen Kasernengelände - 2015 z.B. 730, doppelt soviele wie 2011 (362), doch es werden kaum Sozialwohnungen gebaut. - Foto H. Schnall
Landshut (25.01.2017) Nein, die Konservativen im Finanz- und Wirtschaftsausschuss - Leitung 3. Bürgermeister Erwin Schneck - ließen sich auch heute, Mittwoch, nicht für eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft erwärmen, auch nicht per Umweg LEG (Landshuter Entwicklungsgesellschaft). Stadtrat Stefan Gruber kämpfe mit seinem Fraktionskollegen Hermann Metzger wie ein Löwe mit Zahlen, Daten und Fakten.
Nur Stadtrat Ludwig Zellner (CSU) zeigte sich aufgeschlossen für das Ansinnen von Gruber und Metzger. Kategorisch nein sagten dagegen Prof. Dr. Thomas Küffner (Landshuter Mitte) sowie Thomas Haslinger (JL/BfL) sowie Rudolf Schnur (CSU). Stadtrat Neuhauser (Bayernpartei) warf die Frage auf, wie stark und wie schnell die Stadt denn in Zukunft weiter wachsen wolle. Ähnlich äußerte sich Stadtrat Klaus Pauli (Freie Wähler). Er regte an, dazu und zur grundsätzlichen Stadtentwicklung ein Sonderplenum mit allen 44 Stadträten abzuhalten. Stadträtin Anja König (SPD) verwies auf die jüngsten Erhebnungen eines Instituts, wonach Landshut mit zu den Städten bundesweit gehöre, wo die Immobilienpreise am stärksten steigen. Stefan Gruber verwies auf die Nachbarstadt Erding, die prinzipiell vorerst nicht mehr wachsen wolle.
Nun ja, Stadtkämmerer Rupert Aigner hat nachtürlich für eine Städtische Wohnbaugesellschaft eigentlch keine Finanzmittel übrig, doch er bekam ja zuletzt sechs Millionen Euro mehr an Schlüsselzuweisungen zugesichert. Gruber und Metzger wollen mit dem Städtischen Wohnungsbau ja nicht in riesigen Dimensionen einsteigen, sondern mit kleineren Wohnbauprojekten Erfahrurng sammeln.
Vergeblich verwies Gruber auch auf die Rede von Regierungspräsident Rainer Haselbeck zur Amtseinführung von Oberbürgermeister Alexander Putz. Haselbeck mahnte unter Beifall sozialen Wohnungsbau auch in Landshut an. OB Putz zeigte sich in seiner Rede danach ebenfalls für den Bau von Sozialwohnungen aufgeschlossen. /hs

