(01.02.2017) Mehr Geld fürs Ziegelbrennen: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt fordert höhere Löhne für die bayernweit etwa 3.500 Beschäftigten in der Ziegelindustrie. Zur dritten Tarifverhandlung an diesem Donnerstag, 2. Februar in Ismaning verlangt die Gewerkschaft ein Lohn-Plus von monatlich 150 Euro für alle Mitarbeiter in der Branche. Für Auszubildende soll es 75 Euro mehr und eine Übernahmeregelung geben.
„Die Mitarbeiter in der Ziegelindustrie machen einen harten und wichtigen Job“, sagt Gewerkschaftssekretär Thomas Schaller. Die bayerische Bauwirtschaft stehe derzeit gut da – der Wohnungsbau habe besonders Fahrt aufgenommen. Davon profitierten auch die Ziegelhersteller. „Es ist höchste Zeit, dass die Beschäftigten hier einen ordentlichen Anteil bekommen“, so Schaller. Die Arbeitgeber hätten zuletzt jedoch lediglich eine Lohnerhöhung von zwei Prozent in diesem und 1,6 Prozent im nächsten Jahr angeboten. Seit Ende September gibt es keinen Tarifvertrag mehr.
Sollte es zu keinem angemessen Angebot kommen, werde die IG BAU Bayern den Druck erhöhen. Bereits während der Tarifverhandlung wollen Beschäftigte aus mehreren Ziegelwerken Bayerns ihrem Unmut über das „magere Angebot“ bei einem lautstarken Protest in Ismaning Luft machen.
Es gibt ab 10 Uhr auch bereits eine erste Demonstration vor dem Hotel am Schloßpark bzw. dem Hotel Gasthof Neuwirt in Imaning.

