
Velden (09.02.2017) Die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller besuchte den Bürgermeister der "Perle des Vilstals", Ludwig Greimel im Veldener Rathaus, um sich über kommunale Aufgabenstellungen und Herausforderungen zu informieren.
"Ein drängendes Problem ist derzeit die Schaffung von Wohnraum", machte Bürgermeister Greimel deutlich. Durch private Investoren entstehen in Kürze rund 50 neue Mietwohnungen im Zentrum der Gemeinde. Gut gelaufen sei auch das Barrierefrei-Projekt, das innerhalb kürzester Zeit vermietet worden sei. Müller hatte diese Baustelle bereits im Sommer 2015 besucht, um sich über das Konzept zu informieren.
"Wir sind Zuzugsregion und profitieren von der guten Lage zwischen München, Landshut und Mühldorf", beschreibt Greimel die Lage seiner Gemeinde. Deshalb müsse man auch über die kommunalen Grenzen zusammenarbeiten, wenn es um Verkehr, Schulpolitik und Infrastruktur gehe.
Müller, die auch stellvertretendes Mitglied der Enquete-Kommission "gleichwertige Lebensverhältnisse" im Bayerischen Landtag ist, sprach auch die Nachverdichtung in den ländlichen Regionen an, da es in Bayern zum Teil ein großes Ungleichgewicht gebe. "In Velden haben wir in der Ortsmitte 16 Einzeldenkmäler, das stellt uns vor große Herausforderungen". Über die Städtebauförderung habe man ein Fassadenprogramm auflegen können, das sehr gut angenommen werde. Durch die deutliche Aufstockung der Mittel der Städtebauförderung durch das SPD-geführte Bundesbauministerium könnten die Kommunen nun wieder aktiv die Ortsentwicklung und die Stärkung sozialer Begegnungszentren in Angriff nehmen, machte Müller deutlich. Eine große Herausforderung sei auch das Thema "Nahversorgung" und "Gastronomie", da dies die Lebensqualität der Bevölkerung verbessere. Hier sieht sich der Veldener Bürgermeister als Vermittler und Berater, der sich gerne Zeit für Gespräche mit Unternehmensgründern und Ansiedlungswilligen nimmt. Ausbaubedarf sieht Greimel derzeit noch in der Kinderbetreuung: "Wir haben vier Krippengruppen und einen Hort für die Schulkinder, der sehr gut ausgelastet ist", erläuterte Greimel. Allerdings müssten dringend die Kindergartenplätze ausgebaut werden, da die derzeit vorhandenen 180 Plätze nicht reichen". Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei eine verlässliche Kinderbetreuung wichtig, machte Müller deutlich. Dafür müsse aber auch die finanzielle Ausstattung durch den Freistaat ausreichend erfolgen, um den Anforderungen nach Qualität und Quantität gerecht zu werden, stellte Greimel fest.
Müller bedankte sich bei Bürgermeister Greimel für das informative Gespräch. Sie sei zum einen als Betreuungsabgeordnete für den südlichen Landkreis Landshut aber natürlich auch als Kreisrätin an einer guten Zusammenarbeit - auch über die Parteigrenzen hinweg - interessiert.

