
Landshut (19.02.2017) An einem Infostand vor dem Rathaus sammelten durchweg optimistisch gestimmte Stadträte und Mitglieder der CSU und JU am Samstagvormittag Unterschriften für ein neues Bürgerbegehren pro Westtangente.
Mit dabei waren MdL Helmut Radlmeier, Fraktionschef Rudolf Schnur, die Stadträte Dr. Dagmar Kaindl, Lothar Reichwein, Willi Hess, Maximilian Götzer (nicht auf dem Bild) und Karina Habereder sowie JU-Vorsitzender Luwig Schnur. Auch Hans Eller (2.v.re.) zeigte Sympathie für die Aktion. In einem speziellen Flyer heißt es dazu: "Stoppt den Stau - für Umfahrung Landshut West" Eine neue, knapp drei Kilometer lange Entlastungsstraße im Westen würde laut einem Verkehrsgutachten zu einer deutlichen Verbesserung des Verkehrs in Landshut Stadt führen. Diese Tangente wäre, so heißt es im Flyer, "eine sinnvolle Ergänzung zur geplanten Ostumfahrung (B 15 neu)". Und - eine noch deutlchere Entlastung würde sich ergeben, wenn diese neue Westtangente über die B 11 hinweg bis Hachelstuhl zur alte B15 fortgeführt werden könnte. Daher, so MdL Radlmeier, sollte der Landkreis und die Gemeinden Tiefenbach sowie Kumhausen von Anfang an mit einbezogen werden.
Für ein neues Bürgerbegehren machen sich neben der CSU auch die Landshuter Mitte, die FDP, die Freien Wähler, die Junge Liste, die Bürger für Landshut und die Bayernpartei in einem Aktionsbündnis stark. Der 2012 zu diesem Thema durchgeführte Bürgerentscheid habe seine rechtliche Bindung verloren. Eine innere Westtangente (verlängerte Sylvensteinstraße) kommt für das Aktionsbündnis nicht in Frage, sondern nur eine Äußere Westumfarung, die auf der Staatsstraße 2045 (Kreuzung Theodor-Heuss-Straße - Fuggerstraße) auf Höhe des ehemaligen Hitachi-Werkes beginnen soll. Vor der Bebauung Siebensee würde diese Tangente mit einem Bogen in südöstliche Richtung schwenken und mittels eines Brückenbauwerks die Flutmulde überqueren. Im Abstand zum Wasserschutzgebiet schwenkt sie in südöstliche Richtung und führt als geradliniges Brückenbauwerk über die Isaraue und die Isar zum Anschlusspunkt kurz vor Schlossberg auf die B11. Wünschenswert ist von dort die Weiterführung durch das Tiefenbacher Gemeindegebiet Richtung Kumhausen bzw. Hachelstuhl zur alten B15. Angestrebt wird ein Bürgerentschied bereits zum 24. September 2017, wenn auch der Bundestag neu gewählt wird. Das würde eine hohe Wahlbeteiligung ermöglichen. /hs
Foto Hermann Schnall

