Landshut (14.09.20179 Aktuelle Zahlen zu Beginn des neuen Schuljahres schrecken auf. Während von Regierungsseite von 4300 neu eingestellten Lehrern die Rede ist und einem „guten“ Betreuungsverhältnis von Lehrern und Schülern von 1 zu 13,8, sieht das der Landtagsabgeordnete der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger ganz anders und beruft sich dabei auf den Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV).
Der Lehrerverband kritisiert die mangelnde Lehrerversorgung. Die Personalsituation sei auch heuer wieder auf Kante genäht, nur die Pflichtstunden hätten laut BLLV gerade einmal sicher gestellt werden können. MdL Hubert Aiwanger kritisiert insbesondere die „Augenwischerei“, die von der Staatsregierung betrieben werde, hinsichtlich der so genannten mobilen Reserve:
"Lehrermangel ist leider Realität, nicht Schwarzmalerei!"
Wie der BLLV glaubhaft versichert, sind auch im neuen Schuljahr 2017/18 in diesem Pool viele Lehrer aufgeführt, die bekanntermaßen seit langer Zeit erkrankt, schwanger oder noch in Elternzeit seien. Hinzu komme, dass viele dieser „Springer“ bereits fest an einer Schule als Vertretung eingesetzt seien, so dass im Landkreis Landshut beispielsweise nur mehr etwa zwölf Prozent als kurzfristige Vertretung zur Verfügung stünden.
Aiwanger dazu: "Als Bildungsnation und insbesondere hier in Bayern, wo der Bildungsstandard besonders hoch gehalten werden möchte, können wir es uns einfach nicht leisten, unseren Schülerinnen und Schülern über alle Schularten hinweg keinen ausfallfreien Unterricht bieten zu können. Hinzu kommt noch, dass durch die sehr knapp bemessene Stundenzuteilung, alle musischen Angebote oder Förderunterricht gestrichen werden müssen. Wann endlich sieht sich die Staatsregierung in der Lage, mehr finanzielle Mittel für die Schulbildung unserer Kinder in die Hand zu nehmen und ihren Lippenbekenntnissen endlich Taten folgen zu lassen?“

