
Kein Wetter-Schutz (Regen, Schnee) entlang der Karstadt-Parkhausmauer, auch gegenüber, am Park entlang, nicht.
Landshut (14.10.2017) Der Bürgerentscheid für einen besseren Stadtbusverkehr (ÖPNV) - vor allem für kürzere Zeittakte - wurde am 24. September mit über 60 Prozent von der Landshuter Bürgerschaft angenommen. Die Grünen haben am letzten Sonntag bei ihrem Parteitag in Deggendorf einen brisanten Antrag verabschiedet. Demnach sollen die Busse nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem flachen Land von allen unter 18 völlig kostenfrei genutzt werden können und darüber hinaus von allen in Ausbildung (z.B. Studierende) bis zum Alter von 28 Jahren. Wer das bezahlen soll, dafür haben die Grünen noch keinen Vorschlag unterbreitet.
Richtig ist, dass in Landshut Stadt die letzten Jahre die Zahl derer, die Stadtbusse nutzen, Jahr für Jahr deutlich (ca.200.000 pro Jahr) zurückgegangen ist, obwohl sich die Zahl der Einwohner in gut zehn Jahren und 10.000 erhöht hat.
In Belgien gab es bis vor kurzem eine mit Landshut vergleichbare Stadt, Hasselt (80.000 Einwohner), die vor gut 20 Jahren die völlige Kostenfreiheit für alle Busbenutzer eingeführt hat. Sie hat PKW-Parkplätze und Straßen zurückgebaut. Die Zahl der Busfahrer ist sprunghaft angestiegen. Die Geschäftswelt freute sich über deutlich mehr Besucher und Kunden aus dem Umland. Mittlerweile hat Hasselt aus Kostengründen das Nulltarif-Prinzip wieder zum Teil aufgegeben.
Nulltarif bei Bussen hat auch die französische Partnerstadt Compiegne (45.000 Einwohner). Wo und wie die Stadt Landshut den Hebel für einen besseren ÖPNV gemäß dem Bürgerentscheid ansetzen will, ist noch offen. Da erwartet man auch konkrete Vorschläge und Anregungen aus der Bürgerschaft. Neue Initiativen sind nicht zuletzt durch moderne E-Busse, einen besseren Bus-Komfort und Wartehäuschen überall sowie - zumindest versuchsweise auf mehreren ausgewählten Stadtbuslinien - kürzere Zeittakte (alle 20 Minuten) vorstellbar.
Sicher könnte sich z.B. sofort die reiche Vorstadtgemeinde Ergolding (75 Mio. Euro auf der hohen Kante) einen Nulltarif für alle Busbenutzer seiner 12.000 Einwohner leisten, womöglich auch die gut betuchten Gemeinden Kumhausen (5.600 Einw.), Tiefenbach (3.700 Einw.), Eching (3.900 Einw.). und Geisenhauen (6.850 Einw.) sowie z.B. auch die Stadt Vilsbiburg (11.400 Einw.). /hs

