Das künftige Tandem Seehofer (Parteivorsitzender) und Söder (Ministerpräsident)
München/Landshut (04.12.2017) Die CSU-Abgeordneten im Bayerischen Landtag haben heute, Montagvormittag einstimmig Finanzminister Markus Söder (50) für den CSU-Parteitag als Kandidaten für das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten bei der Landtagswahl 2018 vorgeschlagen. Der amtierende Ministerpräsident Horst Seehorfer (68) will das Amt sogar schon zum Ende des ersten Quartals 2018 an Söder abgeben.
Eine Kampfkandidatur wurde heute im Landtag vermieden, weil Innenminister Joachim Herrmann (61) auf eine Kandidatur gegen Söder verzichtet hat. Seehofer will beim Parteitag jedoch erneut als Pateivorsitzender kandidieren und im neuen Bundeskabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein wichtiges Ministeramt übernehmen.
Die Lanshuter CSU hat sich mit dem Vorsitzenden Dr. Thomas Haslinger schon mehrmals öffentlich für einen Wechsel, eine Verjüngung, an der Spitze der Staatsregierung ausgesprochen und das unisono mit JU-Chef Ludwig Schnur. Womöglich werden beide zum Auftakt der Podiumsdiskussion in der Schönbrunner Tafernwirtschaft morgen, Dienstag, 19 Uhr (Thema: Die Bayerische Schulpolitik, inclusive G9) im Beisein von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zum heute angekündigten Rückzug von Seehofer aus dem Amt des Ministerpräsidenten Stellung nehmen. Da heute die CSU-Abgerodneten einstimmig für Söder votiert haben, ist davon auszugehen, dass auch MdL Helmut Radlmeier (52) für Söder gestimmt hat. Gleiches gilt für den zweiten CSU-Abgeordneten Florian Hölzl (32) aus Pfeffenhausen. MdL Erwin Huber (71), CSU-Abgeordneter im Stimmkreis-Dingolfing-Landau-Vilsbiburg, gilt sowieso seit langer Zeit als erklärter Söder-Fan und Seehofer-Kritiker. Huber kandidiert 2018 nicht mehr zum Landtag. - Bei der Bundestagswahl am 24. September fiel die CSU auf unter 40 %, die letzte Forsa-Umfrage sah die CSU aktuell sogar nur mehr bei 38 %. /hs

