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"Alle Landwirte sollen am technischen Fortschritt teilhaben" MdL Florian Hölzl beim Maschinen- & Betriebshilfering

hölzl landwirte neu

Im Bild von links Geschäftsführer Robert Huf, Vorstand Rudolf Luginger, MdL Florian Hölzl und Vorstand Thomas Weigl

Rottenburg (21.03.2018)  Zu einem Arbeitsgespräch war Landtagsabgeordneter Florian Hölzl am Montag in den Räumlichkeiten des Maschinen- und Betriebshilferings Landshut-Rottenburg zu Gast. Geschäftsführer Robert Huf hieß den Abgeordneten gemeinsam mit den beiden Vorständen Rudolf Luginger und Thomas Weigl willkommen. Robert Huf stellte zunächst den Maschinen- und Betriebshilfering vor.

Dem Verein gehörten 1.886 Mitglieder an. Deren Flächen beliefen sich auf 51.588 Hektar. Der Verrechnungswert sei maßgeblicher Indikator des Geschäftsbetriebs. Im abgelaufenen Jahr erreichte dieser den Wert von 8.612.058 Euro. Was die Betriebshilfe anbelangt, seien im Jahr 2017 insgesamt 60.860 Stunden abgeleistet worden. „Das entspricht 35 Vollzeitkräften und macht deutlich, dass wir im dörflichen Leben sowohl in wirtschaftlicher wie auch in sozialer Hinsicht systemrelevant sind“, brachte es Huf auf den Punkt. Die Angebotsplatte sei breit und reiche von den Leistungen für die Landwirtschaft, über Leistungen für Unternehmen und Kommunen bis hin zu Einkaufsvorteilen für die Vereinsmitglieder.

Ein Hauptaugenmerk des Meinungsaustausches lag auf der Digitalisierung. Gemeinsam betonten die Gesprächspartner, dass die Digitalisierung vor der Landwirtschaft nicht Halt mache. „Wir sind Partner unserer landwirtschaftlichen Mitglieder. Indem wir diesen Maschinen vermitteln, bringen wir modernstes landwirtschaftliches Gerät, das für den einzelnen nicht finanzierbar ist, in der Fläche zur Anwendung“, so Geschäftsführer Robert Huf. „Der Maschinenring trägt entscheidend dazu bei, dass alle landwirtschaftlichen Betriebe losgelöst von ihrer Größe und ihrer Betriebsstruktur vom technischen Fortschritt profitieren“, so Landtagsabgeordneter Florian Hölzl anerkennend. Weiter betonten die Gesprächspartner die Wichtigkeit einer professionellen Beratung.

Mit der neuen Düngeverordnung sei der Beratungsbedarf noch umfangreicher geworden, wusste Geschäftsführer Robert Huf zu berichten. In Sachen Düngung ließ sich der Parlamentarier sodann über die Anstrengungen der hiesigen Landwirte informieren, die Stickstoffausbringung auf den Stickstoffbedarf der jeweiligen Pflanzenkultur abzustimmen. „Neben einer modernen und bodennahen Ausbringungstechnik setzen wir in der Praxis vor allem auf einen Erkenntnisgewinn aus den sogenannten Nmin-Bodenproben. Denn wer um den im Boden eingelagerten Reststickstoff weiß, hat eine fundierte Grundlage für die Düngegabe“, betonte Vorstand Thomas Weigl.

Ein weiterer Gesprächsschwerpunkt lag auf den Leistungen für die kommunalen Auftraggeber. Vor allem die Gründung des Landschaftspflegeverbands, dem das Gros der kreisangehörigen Gemeinden beitrat, hat sich nach den Worten von Geschäftsführer Robert Huf positiv auf den Geschäftsbetrieb des Maschinenrings ausgewirkt. Vorstand Rudolf Luginger ergänzte, dass der Verrechnungswert im abgelaufenen Geschäftsjahr bei annährend 100.000 Euro gelegen habe. In Sachen Ausgleichsflächen brach Hölzl eine Lanze für die produktionsintegrierten Kompensationsmaßnahmen, kurz PIK-Maßnahmen genannt. Hierbei handelt es sich um eine neuere Form des naturschutzfachlichen Ausgleichs.

Während für gewöhnlich, um die Versiegelung infolge kommunaler Erschließungen auszugleichen, Flächen aus der landwirtschaftlichen Produktion genommen werden müssen, wird bei PIK-Maßnahmen der Ausgleich in der landwirtschaftlichen Flur selbst vorgenommen, indem zum Beispiel bei der Feldbestellung ein doppelter Saatreihenabstand eingehalten oder ein Lärchenfenster anlegt wird. „Gerade in dicht besiedelten Räumen mit ertragreichen Böden können PIK-Maßnahmen einen Beitrag zu einem sinnvollen Miteinander von Naturschutz und Landbewirtschaftung leisten“, so Hölzl. Schließlich bedankten sich die Vertreter des Maschinen- und Betriebshilferings für den Besuch des Abgeordneten und man versprach, wechselseitig im Austausch zu bleiben.

 

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