Stadträtin Hedwig Borgmann und die Grüne Fraktion fordern eine lückenlose Aufklärung zu den PCB-Altlasten. - Foto: W. Götz
Landshut - pm (08.10.2019) Die Stadtratsfraktion der Grünen fordert für die gemeinsame Sitzung des Umwelt- und Bausenates am Mittwoch, 9. Oktober, volle Transparenz über das Vorkommen und die Sanierung von Altlasten auf dem Gelände der ehemaligen Bayerischen Milchindustrie an der Klötzlmüllerstraße. Trotz mehrjähriger Sanierungsmaßnahmen findet sich im Grundwasser noch immer eine Belastung mit PCB. Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen.
„Besonders die Nachweise von PCB im Grundwasser nordöstlich des BMI Geländes und des Klötzlmühlbaches werfen viele Fragen auf“, erklärt Stadträtin Hedwig Borgmann. „Alle diese Fragen wurden auf der Bürgerversammlung am 25. September nicht beantwortet.“ Bei der Beprobung von Bauwasserhaltungsbrunnen im Frühjahr und Sommer 2019 waren hier an mehreren Brunnen PCB nachgewiesen worden.
Wie kann es sein, dass PCB im Grundwasser außerhalb des BMI Geländes gefunden wurde? Zumal bei einer Probe aus dem Jahr 2017 aus diesem Bereich kein PCB nachgewiesen werden konnte. Wie konnte dieser Stoff hierher gelangen? Gibt es einen Zusammenhang mit der Bebauung nördlich des Klötzlmühlbaches? Und in welchem Umgriff muss angesichts dieser Befunde das Grundwasser beprobt werden?, die Fragen stellt Hedwig Borgmann.
"Wie sich mittlerweile herausstellte, liegt für das Gebiet kein rechtsverbindlicher Sanierungsplan vor, direkt an das BMI-Gelände angrenzende Grundstücke wurden nicht in den Umgriff der Altlastenverdachtsflächen aufgenommen und offenbar kam es zu einer fälschlichen Annahme über die Fließrichtung des Grundwassers", so die Grüne OB-Kandidatin Sigi Hagl. "Alle diese Fragen müssen zum Schutz der Anlieger schnell und umfassend beantwortet werden und die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden", fordert Hagl.


