Landshut - pm (07.07.2020) Umwelt- und Klimathemen gewinnen zunehmend an Bedeutung und erfordern ein immer stärkeres Engagement. Dies ist aus Sicht der Grünen Stadträte nur mit einem eigenständigen Umweltamt der Stadt und einer deutlichen Erhöhung des Etats und des Personals für Umwelt- und Klimaschutz möglich. Die Diskussion im letzten Umweltsenat habe gezeigt, wie viel Handlungsbedarf alleine beimKlimaschutz in Landshut bestünde.
Man stehe derzeit bei null, oder weniger als null, wie der Fachbereichsleiter es auf der Sitzung ausdrückte. Auch im Bereich Natur- und Artenschutz seien viele Beschlüsse seit Jahren nicht umgesetzt. Mit der Übernahme der Forderungen aus dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ins bayerische Naturschutzgesetz kämen zudem eine Fülle von neuen Aufgaben und Maßnahmen hinzu, so Stadträtin Hedwig Borgmann.
„Wir brauchen ein schlagkräftiges Amt, um dem Schutz von Klima, Natur und Umwelt die notwendige höhere Bedeutung beizumessen. Schließlich ist der Erhalt der Artenvielfalt und der Schutz unserer Lebensgrundlagen neben der Menschheitsaufgabe Klimaschutz, Grundvoraussetzung zur nachhaltigen Stadtentwicklung.“ erläutert Stadträtin Sigi Hagl die vorgeschlagene Neustrukturierung.
In einem entsprechenden Antrag fordern die Grünen, die Schaffung eines eigenständigen Umweltamtes, erweitert um den Begriff „Klimaschutz“. Sollte der Vorschlag auf Zustimmung im Stadtrat stoßen, sollte die Amtsleitung nach Ansicht der Grünen bald möglichst extern ausgeschrieben und mit einer fachkundigen Expertin bzw. Experten aus dem naturwissenschaftlichen Bereich oder der Umweltplanung besetzt werden. Bereits in den 80er Jahren hatte es in Landshut ein eigenes Umweltamt - mit Rudolf Laimer an der Spitze (Anm. d. Red.) - gegeben, später wurde es aus Kostengründen mit dem Ordnungsamt zusammengelegt.

