
V. li. die Landtagsabgeordnten Ursula Sowa , Rosi Steinberger, Architektin Brigitte Hoernle
Ergolding - pm (21.07.2020) Die Grünen-Landtagsabgeordneten Rosi Steinberger (Landshut) und Ursula Sowa (Bamberg) besuchten vor wenigen Tagen das Gymnasium Ergolding, um sich anhand vorbildlicher Schulgebäude über pädagogische Raumkonzepte zu informieren und die aktuellen Schulbaurichtlinien auf den Prüfstand zu stellen.
Besonders gefällt hier, dass etwa die Flure nicht nur der Erschließung der Klassenräume dienen, sondern auch Aufenthaltsqualität bieten und als erweiterte Klassenzimmer zu verstehen sind. „Dem Konzept der Lernlandschaften wird hier sehr gut Rechnung getragen“, so Sowa. „Ebenso die Ruheräume und lernorientierten Aufenthaltsräume, aber auch der Silentiumraum für Lehrkräfte fallen positiv auf“, ergänzt die Abgeordnete, die auch mehrere Jahrzehnte als Architektin arbeitete.
Steinberger, die als Kreisrätin in der Bauplanungsgruppe involviert war, zeigte sich mit dem Gymnasium sehr zufrieden. „Das Zentrum der Schule ist die Pausenhalle, die zugleich Eingangsbereich, Versammlungsstätte und Veranstaltungsort ist. Von hier führen zahlreiche freie Treppen in verschiedenste Richtungen und Etagen ab – wodurch die Pausenhalle zusätzlich an Aufenthaltsqualität gewinnt.“ Auch dass an den Naturschutz gedacht wurde, gefiel den Abgeordneten. So wurden große Glasflächen mit Mustern bedruckt, die von Vögeln rechtzeitig erkannt werden. So kann Vogelschlag verhindert werden.
Aktuell ist ein Erweiterungsbau für 400 Schülerinnen und Schülern in Planung, so Schulleiter Klaus Wegmann und Architektin Brigitte Hoernle. Der parlamentarische Besuch kam dabei sehr gelegen. Die aktuellen Schulbaurichtlinien hält Wegmann schließlich für dringend verbesserungswürdig, insbesondere Klassenzimmer seien aufgrund der Verordnungen zu klein dimensioniert. „Die Anregungen sind sehr wertvoll und werden uns auf jeden Fall weiter begleiten“, so Sowa, die im kommenden Frühjahr eine Schulbaukonferenz veranstalten möchte, in der auch die Erkenntnisse dieses Besuches in größerer Runde diskutiert werden sollen.

