
Stadtrat F. Bräcklein & Kreisrätin V. Lackerbauer
Landshut/Ergolding - pm (03.10.2020) Am Donnerstag, 1. Oktober, versammelten sich die Mitglieder des Kreisverbands DIE LINKE Landshut-Kelheim im Gasthaus „Zum 09 Wirt“ in Ergolding zur ersten Mitgliederversammlung seit der Corona-Krise.
Neben dem Austausch und Berichten der beiden neuen Mandatsträger aus der Kommunalwahl im März standen auch Nachwahlen zur Kreisvorstand und der Delegation zum Landesparteitag auf dem Programm.
Nach langer, coronabedingter Unterbrechung freuten sich die Mitglieder, sich endlich auch wieder persönlich treffen zu können. Unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen versammelten sie sich auf Einladung des Kreissprechers Stefan Hemmann im Gasthaus des ETSV09, um über die Ereignisse und Entwicklungen der letzten Monate zu sprechen. Anwesend waren auch die beiden Mandatsträger, die auf den beiden gemeinsamen Listen von DIE LINKE / mut zur Stadtrats- und Kreistagswahl angetreten waren.
Falk Bräcklein (mut) zog für die Listengemeinschaft in den Landshuter Stadtrat ein und berichtete der Mitgliederversammlung von seinen bisherigen Erfahrungen. In einer Fraktionsgemeinschaft mit der Stadtrats-SPD stellte Bräcklein bereits rund 30 Anträge, beklagte aber, dass lediglich 10 davon es auch wirklich auf die Tagesordnung geschafft haben. Unter anderem der Antrag zur Aufnahme von Geflüchteten aus den griechischen Lagern auf Lesbos, der vom Stadtrat mehrheitlich abgelehnt wurde, sowie der Antrag zur Umbenennung von Bismarckplatz und Ina-Seidel-Straße, der auch medial hohe Wellen geschlagen hat. Insgesamt zeigte Bräcklein sich mit der Sacharbeit im Stadtrat zufrieden, auch wenn das „bürgerlich-konservative“ Lager die Mehrheiten halte. Er habe nichts anderes erwartet, fügte Bräcklein an.
Veronika Lackerbauer, Kreisrätin für DIE LINKE / mut im Landkreis Landshut und seit Kurzem DIE LINKE-Mitglied, berichtete ebenfalls von ihrer Mandatstätigkeit im Kreistag. Ähnlich wie Bräcklein hatte sie sich im März mit der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen zusammengetan, wo sie als Hospitantin aufgenommen wurde. Gemeinsam mit den Grünen stellte auch sie kürzlich einen Antrag zur Aufnahme von Geflüchteten aus Moria, dieser liegt dem Landrat zur weiteren Bearbeitung vor. Außerdem berichtete Lackerbauer von einem Besuch des AWO-Frauenhauses Landshut im Rahmen der Fraktionsarbeit und den Problemen, die durch Corona dort zusätzlich hervorgerufen wurden. Zusammen mit den Grünen suche sie nun nach einer Möglichkeit, die Arbeit von AWO und Caritas beim Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt zu unterstützen.
Bei den anschließenden Nachwahlen zur Sicherung der Mindestquotierung wurde Lackerbauer mit großer Mehrheit in den Kreisvorstand und zur Ersatz-Delegierten für den anstehenden Landesparteitag gewählt.
Hemmann beendete den offiziellen Teil mit einem Ausblick und nannte als wichtigste Termine für DIE LINKE Landshut-Kelheim den Landes- und Bundesparteitag im Oktober, sowie die anstehende Bundestagswahl im kommenden Jahr.

