Viele leere Stühle bei der Podiumsdiskussion am Mittwoch, 12. März, in der Alten Kaserne
Trotz aller Feierlaune der wieder- und neugewählten Landshuter Stadträte hat die Wahl auch einen sehr bitteren Beigeschmack. Die Wahlbeteiligung lag bei unter 40 Prozent - exakt bei 39,98 Protzent. Das stellt einen desolaten Negativrekord dar. Vor sechs Jahren gingen noch 45,30 Prozent der Wähler an die Urne. Auch im Vorfeld des Wahl war das Interesse der Bürger an Wahlveranstaltungen teilzunehmen sehr verhalten. Meist blieben die Kandidaten mit wenigen vereinzelten Zuhörern unter sich. Der Stimmbezirk Pfarrheim St. Nikola II bildete mit einer Wahlbeteiligung von lediglich 12 Prozent das absolute Schlusslicht.
So auch bei der letzten Podiumsdiskussion zum Thema Jugend in der Alten Kaserne. Jugendliche, für die die Veranstaltung organisiert wurde, fehlten fast gänzlich. Und von den knapp 90 Zuhörern waren 85 Prozent selbst Kandidaten auf den verschiedensten Listen.
Woran mag das liegen, dass die Bürger ihr demokratisches Wahlrecht nicht mehr wahrnehmen wollen? An der irrsinnigen Papierflut mit Kandidatengesichtern, die die Briefkästen vermüllen, an den austauschbaren um immer gleichen wohlwollenden Slogans der Parteien oder einfach daran, dass die Stadträte die Nähe zu ihrer Basis verloren haben?
Fest steht: Die Gewinner der Wahl waren die Druckereien für Flyer, Plakate, Wahlprogramme und, und, und...


