Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (Foto) hat heute vor der Presse bis zu 800.000 Flüchtlinge und Asylbewerber für dieses Jahr angekündigt. Bisher ging man von 450.000 aus. Das bedeutet, dass sich die Bundesländer und dort die Bezirke bis hinab zu den Städten, Landkreisen und Gemeinden auf einen noch deutlich größeren Zustrom von Flüchtlingen und Asylbewerbern einrichten müssen, damit es nicht bei schon kleineren Gruppen zu "Krisen" kommt. Vorsorge ist angesagt nicht Panikmache unter der Bürgerschaft.
Bundeskanzlerin Angela Merkel, selbst in einem totalitären System aufgewachsen, betont es bei jeder Gelegenheit, dass die Flüchtinge, vornehmlich aus den Kriegsgebieten, gerade von uns Deutschen Hilfe, zumutbare Unterkünfte und eine möglichst umfassende Betreuung für eine rasche Eingliederung in die Gesellschaft erwarten dürfen.
In Landshut Stadt sind derzeit ca. 620 Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht. Im Landkreis sind es aktuell 1.100 Flüchtlinge und Asylbewerber. Dort hat sich bis auf wenige Ausnamen (Geisenhausen, ehemaliges Seniorenheim und Ergolding, ehemalige Tennishalle) das dezentrale Prinzip der Einquartierung - häufig in ehemaligen Gasthäusern und Pensionen - durchgesetzt.
Flüchtlinge aus Kriegsgebieten wie etwa Syrien können sofort eine Arbeit aufnehmen. Asylbewerber müssen dagegen lange bürokratische Prüfungsverfahren für ihre Anerkennung und damit über ein dauerhaftes Bleiberecht überstehen. Die geringsten Chancen auf ein dauerhaftes Bleiberecht haben Asylbewerber aus den Balkanstaaten Albanien, Serbien und Kosovo. Die Anerkennungsquote für diese Bewerber liegt bei unter drei Prozent. /hs

