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Landeskriminalamt & Kripo Landshut sprengten Geldfälscherring in Geisenhausen. Zwei Männer (21,23) in Haft. Schon 200 mal Falschgeld im Darknet angoten. Jetzt drohen hohe Freiheitsstrafen

München/Landshut (2.02.2016) - Heute, Mittwoch, 10 Uhr gab e es zu diesem spektakulärn Fall eine Pressekonferenz in München - Aufgrund eines konkreten Zeugenhinweises im Januar 2016 über eine mögliche Geldfälscherwerkstatt südlich von Landshut (Geisenhausen), die sich in einer Einzelgarage befinden könnte, übernahm das für Geldfälschung zuständige Sachgebiet 623 des Bayerischen Landeskriminalamtes in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Landshut die Ermittlungen.

Das Geschäft lief offensichtlich so gut, dass sich die blutjungen Amateur-Fälscher tageweise einen Lamborghini  - für 499 Euro pro Tag - leisten konnten.

Im Rahmen der Ermittlungsarbeit stellte sich heraus, dass die beiden Mieter der Garage, zwei 21- und 23-jährige deutsche Männer, beide aus dem Raum Landshut und ohne Beruf, bei noch bei ihren  Eltern wohnhaft, in dem kleinen Objekt ein- und ausgingen. Dabei transportierten sie mehrmals Papier zur Garage und holten Säcke mit Altpapier wieder ab. Der Verdacht des Betreibens einer Geldfälscherwerkstatt erhärtete sich.

Bereits am Mittwoch, 24.02.2016, erfolgte schließlich der Zugriff im Rahmen einer Durchsuchungsaktion durch die Beamten des LKA sowie durch Kräfte der örtlich zuständigen Polizei aus Landshut am Tatort und den Wohnorten der beiden jungen Männer.

Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie in der Garage 60 fertig gestellte 50-Euro-Falschnoten, drei Tintenstahldrucker, große Mengen speziellen Papiers, Schneidegeräte, Chemikalien zur Behandlung des Papiers, Druckerfarbe und auch fertige Folienelemente für das Falschgeld auffanden. In Müllsäcken befanden sich Schnittreste, sogenannte Makulatur, die aus der Falschgeldherstellung herrühren.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass das in der Garage hergestellte Falschgeld bereits im Darknet angeboten und an die Besteller versandt worden war.

In den sichergestellten Unterlagen konnten knapp 200 Post-Einlieferungsbelege aufgefunden werden, die den Versand des Falschgeldes an die entsprechenden Empfänger dokumentierten. Bereits jetzt ist bekannt, dass auch außerhalb Bayerns Lieferungen der Falsifikate mit entsprechenden Notennummern eingetroffen sind. Um weitere Tatkomplexe und deren Reichweite zu klären, werden die Ermittlungen hierzu noch andauern.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut erließ das Amtsgericht Landshut gegen beide Tatverdächtige einen Untersuchungshaftbefehl. Sie sitzen getrennt in derJVA Landshut und in Stadelheim ein.

In dem Zusammenhang warnt das LKA davor, auf Falschgeldangebote im Darknet einzugehen. Banknoten sind zwar immer ein Blickfang und das billige Angebot verlockt zum anonymen Kauf. Kein Automat akzeptiert aber die falsche Ware. Wer solche Noten in Verkehr bringen will, muss diese auch „an den Mann bringen“. Damit macht er sich nicht unerheblich strafbar. Die Geldfälschung ist kein Kavaliersdelikt, das Gesetz sieht für dieses Verbrechen eine Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr vor. Auch Abnehmer müssen mit Freiheitssrafen rechnen.

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