LANDSHUT (08.09.2016) Am Mittwochnachmittag erhielten mehrere Personen im Stadtgebiet Landshut, zumeist im Rentenalter, durch einen Unbekannten einen Telefonanruf. Dieser stellte sich als Polizist der Polizeiinspektion Landshut vor und gab folgenden Sachverhalt zur Kenntnis:
Angeblich wurden durch die Landshuter Polizei zwei Einbrecher festgenommen, die über Notizen mit Name und Adresse der Angerufenen verfügten. Der Mann gaukelte weiterhin vor, dass aufgrund dieser Tatsachen die Wohnungen bzw. Häuser der Betreffenden stark einbruchsgefährdet sind. Es folgte die Empfehlung, das gesamte Barvermögen vom Bankkonto abzuheben und zu Hause aufzubewahren. Bei einem erneuten Anruf wollte der Mann die „weitere Vorgehensweise“ mit seinen Opfern besprechen. Der Unbekannte versuchte zudem auszukundschaften, wann die Betroffenen zu Hause sind, die Kontodaten und wieviel Geld überhaupt in der Wohnung bzw. im Haus deponiert ist.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei handelten alle Angerufene richtig, sie gingen nicht auf die Forderungen des falschen Polizisten ein und legten den Hörer auf. In den Haushalten wurde keine Telefonnummer des Anrufers angezeigt, einige meinten, einen polnischen Akzent herauszuhören. Selbst wenn am Telefondisplay eine entsprechende Nummer aufleuchtet, ist diese stets mit Vorsicht zu genießen. Eine spezielle Software ermöglicht es, im Display des Opfers die Telefonnummer einer Polizeibehörde oder sogar den Notruf 110 anzeigen zu lassen. Die Polizei rät im vorliegenden Fall generell misstrauisch zu sein, bei Geldforderungen den Hörer aufzulegen und beim geringsten Verdacht um sofortige Mitteilung.

