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Die Landshuter Polizei spendet 1.100 €uro für die ambulante palliativmedizinische Versorgung des Kinderkrankenhauses St. Marien - Große Freude

spende polizei

LANDSHUT (22.12.2016)  Ein interner Betriebsausflug gab den Ausschlag bzw. war der Auslöser für eine Spendenaktion der Landshuter Ordnungshüter. Die Idee, die seit dem 01.04.2016 eingerichtete ambulante palliativmedizinische Versorgung des Kinderkrankenhauses St. Marien finanziell zu unterstützen, wurde am Mittwoch in die Tat umgesetzt:

Eine Abordnung der Landshuter Polizeiinspektion überreichte an zwei Mitarbeiterinnen des ambulanten Palliativ-Teams einen Scheck in Höhe von 1.100 Euro. Begonnen hatte es mit der diesjährigen Gemeinschaftsveranstaltung der Polizeiinspektion Landshut (PI), es verblieb ein niedriger dreistelliger Eurobetrag in der Kasse. Dieser Betrag sollte aufgebessert werden. Die gemeinsame Weihnachtsfeier der PI erwies sich dabei als geeignete Veranstaltung. Leitender Polizeidirektor Helmut Eibensteiner unterstützte die Aktion, so kam der stolze Betrag zusammen. Die ärztliche Leiterin des ambulanten Palliativteams für Kinder und Jugendliche, Dr. Tatjana Tarabek-Danzl, mit Intensivschwester Cornelia Vogel und der Geschäftsführer des Kinderkrankenhauses, Bernhard Brand, empfingen die Gäste aus der Neustadt und freuten sich über die Finanzspritze.

Das ambulante Team am Kinderkrankenhaus betreut im Rahmen des regionalen Versorgungsauftrages Niederbayern und die Randgebiete zu Oberbayern und der Oberpfalz. Das erklärte Ziel dabei ist, unheilbar kranken Kindern und Jugendlichen sowie den Angehörigen ein hohes Maß an Lebensqualität zu ermöglichen. Dies geschieht auf vielfältigste Art und Weise. Hausbesuche, telefonische Beratung mit 24h-Rufbereitschaft, Schmerztherapie, Begleitung in der finalen Sterbephase, Vermittlung von Hilfsangeboten und vor allem auch psychologische Unterstützung, um nur einiges zu nennen, steht auf der Liste der Aufgaben in diesem Bereich.

Das Team besteht aus drei Ärztinnen, vier Kinderkrankenschwestern, einer Sozialarbeiterin, einer Psychotherapeutin und einem Seelsorger. Die Kosten, genauer gesagt das Defizit von rund 100.000 Euro, sind unser großes Problem, sagte Bernhard Brand. Er freute sich, dass in diesem Jahr bereits so viele Spenden eingegangen sind. „Toll, dass auch Sie uns Mut machen durchzuhalten“, äußerte er gegenüber den Polizeibeamten. Das Kinderkrankenhaus, welches schließlich das Personal für das Team stellt, kann sich auf längere Dauer kein großes Defizit leisten.

Dr. Tatjana Tarabek-Danzl gab einen kurzen Einblick in die ambulante Palliativarbeit. Ganz wichtig dabei ist ein intaktes und professionell arbeitendes Team. „Wir begleiten zum Teil nur einige Tage, über Wochen bis hin zum letzten Lebensabschnitt, je nach Erfordernis“, so die ärztliche Leiterin. Seit dem 01.04.2016 hat Dr. Tarabek-Danzl mit ihrem Team 37 Familien in Niederbayern und dem angrenzenden Oberbayern betreut. „Viele wissen noch nichts von unserer Einrichtung, ich würde mir wünschen, dass unser Bekanntheitsgrad wachsen würde“, äußerte die Ärztin im gemeinsamen Gespräch.

Im seinem Schlusswort wünschte Helmut Eibensteiner der Einrichtung eine wahre „Spendenflut“, Bernhard Brand bekräftigte dies mit dem Hinweis: „Nachahmung nicht verboten!“

Im Bild oben: von links die Abordnung der Landshuter Polizeiinspektion mit Dienststellenleiter Helmut Eibensteiner, dem Geschäftsführer des Kinderkrankenhauses Bernhard Brand, Dr. Tatjana Tarabek-Danzl und Cornelia Vogel

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