Landshut - ffw (03.01) Heute berichtete sogar das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) in der 17 Uhr-Sendung "BRISANT" über den Hausbrand vom Donnerstagabend, 22.10 Uhr. in der Zugspitzstraße 35. Dabei äußerte sich in "BRISANTt" auch Oberbürgermeister Alexander Putz über den beim Brand getöteten 91-jährigen Hausbewohner. Es handelt sich um den ehemaligen langjährigen CSU-Stadtrat Albin Schneider, der 1992 mit der Bürgermedaille der Stadt ausgezeichnet wurde. Seine Gattin Anna wurde beim Rettungsversuch verletzt.
OB Putz hat Albin Schneider noch vor kurzem zum Geburtstag gratuliert.
Die Landshuter Feuerwehr schickte schon in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 1.30 Uhr den folgenden Bericht:
Ein ausgedehnter Wohnhausbrand hat am Donnerstagabend (2. Jan.) im Landshuter Westen einen Toten und zwei Verletzte gefordert. - Laut Polizeibericht konnte der 91-jährige Hausbewohner (Albin Schneider) nicht mehr lebend aus den Flammen gerettet werden. Seine 88-jährige Gattin (Anna) erlitt beim Rettungsversuch zusammem einem 42-jährigen Nachbarn Verletzungen. Beide wurden in Krankenhäuser gebracht.
Die Löschzüge Stadt und Rennweg der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut wurden um 22:10 mit dem Stichwort „Zimmerbrand - Flammen schlagen aus dem Fenster“ in die Zugspitzstraße 35a gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen die Flammen bereits aus mehreren Fenstern des Erdgeschosses, eine Bewohnerin und ein Ersthelfer befanden sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Gebäude. Der bettlägrige 91-jährige Ehemann befand sich noch im Haus. Entsprechend der vorgefundenen Lage wurde umgehend die Alarmstufe erhöht und ein weiterer Löschzug hinzu alarmiert. Mehrere Atemschutztrupps kämpften sich dann sowohl über die Haustüre als auch über die Terrasse in das komplett in Flammen stehende Erdgeschoss vor. Dort konnte der Mann im Wohnzimmer leider nur noch tot aufgefunden werden.
Die Ehefrau, Anna Schneider und der Ersthelfer wurden soweit der Feuerwehr bekannt ist leicht verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert. Für die Betreuung der Angehörigen sowie auch für die Einsatzkräfte wurden umgehend Kriseninterventionsteams und Seelsorger an die Einsatzstelle gerufen. Die Löscharbeiten zogen sich anschließend über einen längeren Zeitraum hin, dabei wurden zahlreiche Atemschutztrupps eingesetzt.
Ein Übergreifen auf den Dachstuhl und das Obergeschoss konnte zwar weitestgehend verhindert werden, das Erdgeschoss brannte komplett aus. Da im Zuge der Löscharbeiten am Haus sichtbare Risse im Mauerwerk festgestellt wurden, wurde noch das THW Landshut mit einem Baufachberater hinzugezogen. Dieser stellte jedoch keine Gefahr fest.
Gegen 0:30 konnte ein Großteil der Feuerwehrkräfte wieder einrücken. Danach übernahm der Löschzug Rennweg die Nachlöscharbeiten und die Brandwache, das THW Landshut führt Verschalungsarbeiten an den zerstörten Fenstern durch.
Die Landshuter Feuerwehr war unter der Leitung von Stadtbrandrat Gerhard Nemela mit den Löschzügen Stadt, Rennweg und Siedlung sowie der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort. Weiter waren drei Rettungswägen, zwei Notärzte, der Einsatzleiter Rettungsdienst, das THW Landshut, mehrere Streifen der Polizei sowie die Kriminalpolizei vor Ort.
Bezüglich der Brandursache und des entstandenen Sachschadens hat die Polizei vor Ort die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei gibt den Brandschaden mittlerweile mit 400 000 bis 500 000 Euro (Totalschaden) an.
Anmerkungder Redaktion: Albin Schneider sollte am 20. Januar mit anderen CSU-Mitgliedern für seine 70-jährige Mitgliedschaft in der Partei beim Neujahrsempfang von Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Bernlochnersaal geehrt werden. Die Bürgermedaille wurde Albin Schneider, der in der Papiererstraße ehemals ein Metzgerei-Geschäft hatte, 1992 von Oberbürgemeister und Senator Josef Demer für seine außerordentlichen Verdienste um das Gemeinwohl der Stadt verliehen.

