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Seniorenbeirat. Führerschein-Abo 70plus verlängern, Beratungsstelle für Wohnraum im Rathaus schaffen

Landshut(15.02.2018) In seiner letzten Sitzung der laufenden Amtsperiode hat der Seniorenbeirat der Stadt Landshut drei für die ältere Bevölkerung der Stadt Landshut wichtige Anliegen auf den Weg gebracht. Einmal fordert der Seniorenbeirat die unbefristete Verlängerung des Führerschein-Abo 70plus. Ein zweiter Antrag betrifft die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle in der Stadtverwaltung für Wohnraumberatung und Wohnraumanpassung.

Mit seinem dritten Antrag bittet der Seniorenbeirat die Stadt Landshut die Einhaltung der Vorschriften über barrierefreies Bauen im Falle privater Bauträgerschaft zumindest stichprobenartig zu überprüfen.

 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Landshut, die 70 Jahre oder älter sind und ihren Führerschein freiwillig und dauerhaft zurückgeben, erhalten im Gegenzug für sechs Monate eine kostenfreie ÖPNV-Karte für den Linienverkehr der Stadtwerke Landshut mit Ausnahme der Airport-Linie. „Diese Maßnahme hat sich bewährt. Auf Grund der gemachten Erfahrungen ist eine unbefristete Verlängerung des Führerschein-Abos 70plus gerechtfertigt, zumal sich die damit verbundenen Kosten in einem vertretbaren Rahmen halten“, so Hedwig Pable, die stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates. Und Stadt und Stadtwerke sich die Kosten teilen könnten, ergänzte Franz Wölfl, der Vorsitzende des Seniorenbeirates. Niemand gebe zwar seinen Führerschein leichten Herzens freiwillig dauerhaft ab. Aber ab einem gewissen Alter sei es doch eine nicht zu unterschätzende Erleichterung, wenn man sich bei dem heutigen Verkehrsaufkommen nicht mehr selbst hinters Lenkrad setzen müsse und statt dessen auf einen so gut eingerichteten ÖPNV, wie er in Landshut bestehe, zurückgreifen könne, so die einhellige Meinung im Seniorenbeirat.

WOHNUNGSPROBLEME ÄLTERER MENSCHEN

Möglichst lange in den eigenen vier Wänden und in der vertrauten Umgebung wohnen zu bleiben, ist der erklärte Wunsch der meisten älteren Menschen. Das ist jedoch nicht so ohne weiteres möglich, weil das eigene Haus oder die Wohnung nicht altersgerecht gebaut oder ausgestattet sind. Nachbesserungen sind daher unverzichtbar, angefangen bei kleineren Umbaumaßnahmen, wie beispielsweise der Einbau einer ebenerdigen Dusche, bis hin zur Ausstattung mit technischen Assistenzsystemen, wie beispielsweise Sensormatten. Hierbei sind viele ältere Menschen überfordert, sei es, dass sie nicht wissen, wie und wo man zweckmäßigerweise nachbessert oder welche Finanzierungshilfen seitens des Staates und der Kranken- und Pflegekassen es gibt. Franz Wölfl: „Eine zentrale Anlaufstelle bei der Stadt, die kostenlos informiert und berät, wäre nicht nur hilfreich, sondern ist in einer Stadt wie Landshut, in der jeder vierte Einwohner 65 Jahre oder älter ist, sogar notwendig.“

Vorschriften für für barrierefreie Wohnungen einhalten

Wird neu gebaut, müssen nach der Bayerischen Bauordnung in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Handelt es sich hierbei um Gebäude, in denen ein Aufzug vorhanden sein muss, schreibt die Bayerische Bauordnung vor, dass sogar ein Drittel der Wohnungen barrierefrei erreichbar sein muss. Da dem Seniorenbeirat berichtet wurde, dass diese Vorschriften der Bayerischen Bauordnung nicht immer eingehalten werden, hält es der Seniorenbeirat für zweckmäßig, dass die Stadt zumindest stichprobenweise bei Neubauten die Einhaltung dieser Vorgaben der Bayerischen Bauordnung überprüft, so Richard Kiermeier, zweiter stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirates. „Vertrauen ist gut, Kontrolle besser“, so Franz Wölfl abschließend.

 

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