
pm (25.02.2022) Seit vielen Jahren arbeiten das ZBFS Niederbayern, die Diakonie Landshut und die PQG Stiftungsgesellschaft gemeinsam an dem Ziel, die berufliche Situation von behinderten Menschen im Regierungsbezirk Niederbayern nachhaltig zu verbessern. Garant hierfür ist der Integrationsfachdienst Niederbayern mit seinen drei Standorten in Landshut, Deggendorf und Passau.
Als unabhängiges Beratungsangebot sollen nun Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber aufgebaut werden, die gezielt Arbeitgeber ansprechen und über die Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung von behinderten Menschen informieren. Sie übernehmen Lotsenfunktion bei Fragen zur Ausbildung, Einstellung, Berufsbegleitung und Beschäftigungssicherung und unterstützen bei der Antragstellung beim zuständigen Leistungsträger.
Armin Siebler, seit 01. Februar dieses Jahres Leiter des ZBFS Niederbayern freut sich über die Errichtung der Einheitlichen Ansprechstelle für Arbeitgeber in Niederbayern: „Arbeitgeber sind sehr an der Beschäftigung von behinderten Menschen interessiert, doch fehlt oft das Wissen der Umsetzung. Und dies soll nun durch die EAA`s verbessert werden.“ Grundlage der EAA ist das Teilhabestärkungsgesetz, das am 01.01.2022 in Kraft trat und daher ist es sehr erfreulich, dass bereits am 21.Februar 2022 der Vertrag für Niederbayern unterzeichnet werden konnte.
Dies war nur möglich, da die Akteure in Niederbayern gezielt an einem Strang ziehen. So waren sich die Beteiligten schnell einig, dass man die EAA für Niederbayern zeitnah unter Dach und Fach bringen wollte.
Manuela Berghäuser, geschäftsführende Vorständin der Diakonie Landshut sieht gerade nach den zwei Pandemiejahren einen großen Beratungsbedarf bei Arbeitgebern bei der Beschäftigung von behinderten Menschen.
Harald Senft, Geschäftsführer der PQG Stiftungsgesellschaft Waldkraiburg kennt seit vielen Jahren die Arbeit der Integrationsfachdienste: “Zielgerichtete Beratung und Unterstützung der Arbeitgeber bei der Beschäftigung von behinderten Menschen lohnt sowohl für die Arbeitgeber als auch für die behinderten Menschen.“
Arbeitgeber, die behinderte Menschen einstellen und beschäftigen leisten einen wesentlichen Beitrag zur inklusiven Gesellschaft im Bereich des Arbeitslebens. Ein Manko bisher war, wie Arbeitgeber und Menschen mit Handicap schnell und unbürokratisch zusammenkommen. Dieses Defizit wird nunmehr mit den einheitlichen Ansprechstellen ausgeglichen.

