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Sommer-Kochwerkstätte: Große Resonanz. Jetzt anmelden

sommerkochkursStadt und Landkreis Landshut (22.08.2018) Was hat das Klima mit den Ernährungsgewohnheiten zu tun? Diese Frage beantwortet die Umweltstation Landshut in Kooperation mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt Landshut in der vierteiligen Kochwerkstätte „Zukunftsküche Landshut“. Die jüngste „Sommer-Zukunftsküche“, im Kloster Johannesbrunn und in der Alten Kaserne Landshut, widmete sich dem Thema „Boden und seine Bedeutung für die Ernährung und das Klima“.

Ab sofort kann man sich auch für die Kochwerkstätte im Herbst anmelden.

Dr. Verena Eißfeller, Leiterin der Umweltstation Landshut, und Conny Ptach führten die Teilnehmer der Sommer-Kochwerkstätte an das Thema heran. „Der Boden ist die Grundlage für unsere Lebensmittel“, sagte Eißfeller: Egal ob Gemüse, Obst, Getreide oder Futter für die Nutztiere, alles komme aus dem Boden. Eißfeller hob in ihren Ausführungen die wichtige Funktion des Bodens für das Klima hervor: Der Boden speichere große Mengen an Kohlenstoff und leiste damit einen wichtigen Beitrag gegen die Erderwärmung. Mit ihrer Filterwirkung würden Böden darüber hinaus zum Grundwasserschutz beitragen. Außerdem lebten darin Abermillionen von Lebewesen, die laut der Leiterin der Umweltstation dabei helfen, dass die Böden ihre Fruchtbarkeit und Funktion erhalten. Deren Bedeutung, so Eißfeller, spiegele sich allein schon in der Anzahl der Bodenbewohner wider: „In einer Hand voll Erde befinden sich mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde, in einem Kubikmeter fruchtbaren Boden leben eine Billiarde Bakterien“, informierte sie. Durch ihren Stoffwechsel würden sie laufend zum Auf- und Umbau des Humus, wichtige organische Bodensubstanz, beitragen, wobei in stabilen Ökosystemen, wie naturnahen Wiesen, der Humusgehalt kaum Veränderung erfahre. Die Bodenbearbeitung verstärke jedoch den Humusabbau, sodass organische Substanz zugeführt werden müsse, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Die Teilnehmer erhielten zudem einen Einblick, was man für Böden tun könne. Der Humusaufbau werde beispielsweise durch Kompost, Mulchen, minimale Bodenbearbeitung und Anbau von humusfördernden Pflanzen unterstützt. Die Leiterin der Umweltstation gab aber auch zu bedenken, dass die Ressource Boden begrenzt sei, beispielsweise durch riesige und nicht nachhaltig genutzte Anbauflächen. Unser Ernährungsstil beeinflusse deshalb auch den Planeten. „Die Art, wie und was wir essen, befeuert den Klimawandel. Daher sollte die Wahl unserer Lebensmittel, die einen wichtigen Baustein auf dem Weg in eine zukunftsfähige Welt darstellt, auch überlegt sein“, so Eißfeller. Regionale, saisonale und biologisch erzeugte Lebensmittel würden diesem Ziel Rechnung tragen - diese rückten auch in den Mittelpunkt des gemeinsam zubereiteten Sommer-Menüs: Mangoldsushi mit Roten Rüben, Karotten und Radieschen, eine Radieschenblättersuppe sowie Spinatknödel mit buntem Salat und roter Grütze aus Beeren mit Eischneeklößchen haben überzeugt, dass „ein wirklich schmackhaftes und sättigendes Menü auch ohne Fertigprodukte und Müll erzeugende Verpackung möglich ist“.

Die Zukunftsküche Landshut geht im Herbst in eine nächste Runde. Die beiden Veranstaltungen finden am 11. September in der Alten Kaserne Landshut und am 21. September im Kloster Johannesbrunn, jeweils von 16 bis 20 Uhr, statt. Im Rahmen der Herbst-Kochwerkstätten wird das Transportwesen näher unter die Lupe genommen.

Zum Programmflyer

Weitere Informationen und Anmeldungen sind möglich unter umweltstation(at)landshut.de, Ansprechpartnerin: Dr. Verena Eißfeller, Leiterin der Umweltstation, unter Telefon 0871-881690.

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