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ÖDP besichtigte Zehn-Familienhaus in Holzbauweise für nur 2.800 €uro Planungs- und Baukosten pro qm

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Ergolding - pm (05.07.2020) Dass in Holzbauweise nicht nur schmucke Einfamilienhäuser, sondern auch ansehnliche Mehrfamilienhäuser errichtet werden können, davon konnte sich der ÖDP-Kreisverband kürzlich in Ergolding überzeugen. Bauherr Dr. Max Huber begrüßte dazu die Kreistagsmitglieder: Lorenz Heilmeier, Renate Hanglberger und Marianne Pritscher sowie vom Ingenieurbüro Fels Thoralf Fels und Robert Bergmüller von der Firma Holzbau Bergmüller und weitere Interessenten.

In einem kurzen Rückblick ging Dr. Huber auf die Entstehungsgeschichte des 10-Familienhauses mit Massivholzwänden ein, welches 2017/18 errichtet wurde. Auf Grund der guten Erfahrungen mit dem Holzbausystem „Holzius“, bei dem drei senkrecht stehende, sechs cm starke Holzbohlen mit Schwalbenschwanzgradleisten zu stabilen 18 cm starken Wandelementen zusammengefügt werden, entschieden sich die Bauleute für dieses System.

Der Vorteil dieses Wandaufbaus: Holz wird mit Holz verbunden, ohne Verwendung von Leim oder Nägeln. Schrauben werden nur zur Verbindung der einzelnen Wandelemente benötigt. Die vorgefertigten Wandelemente wurden komplett mit der 13 cm starken Holzfaserdämmung und einer hinterlüfteten Außenverschalung aus unbehandelten Kieferbrettern und den eingebauten Fenstern mit Rollos auf den betonierten Keller gesetzt.

Der rasche Baufortschritt war beeindruckend! Wichtigste Voraussetzung für einen gelungenen Holzbau ist eine genaue Detailplanung, in welcher vorab
jede Steckdose, jede Wandöffnung und jedes Verbindungsteil festgelegt wird, erklärte Dr. Huber. Da außer im Keller nur Dämmmaterial aus Holzfasern verwendet und sämtliches Holz unbehandelt verbaut wurde, ist die Raumluft baubiologisch von hoher Qualität. Die massiven Holzwände regulieren die Luftfeuchtigkeit zudem in einen für die Menschen optimalen Bereich von 40 – 60 Prozent.

Für das ganze Haus wurden gut 600 m³ Schnittholz verbaut, wozu etwa 900 fm Rundholz eingeschnitten wurde. Unterm Strich konnten bei diesem Haus etwa 2000 to CO2 im Vergleich zu einem gemauerten oder betonierten Haus vermieden werden. Etwas verwundert betrachteten die Besucher den Aufzugsschacht aus Massivholz. Der komplette 12 m hohe Schacht wurde in einem Stück mit dem Baukran eingehoben. Das sparte sehr viel Zeit und Arbeit im Vergleich zu einem betonierten Schacht betonten der Zimmerer Robert Bergmüller und der Statiker Dipl. Ing. Thoralf Fels unisono. Es ist wohl der erste hölzerne Aufzugsschacht in Bayern und erfüllt dabei alle Brand- und Sicherheitsvorschriften.

Die Energiebilanz für die Heizung ist ebenfalls beeindruckend. Eine LuftWärme-Pumpe mit einer Leistung von lediglich 18 kW versorgt die 980 m² Nutzfläche über Bodenheizungen und bereitet das Warmwasser. Der meiste Strom wird dazu von einer 22 kW PV-Anlage geliefert. Trotz hochwertiger
Ausstattung mit Vollholzparkettböden und 3-fach verglasten Fenstern konnten die Bau- und Planungskosten auf 2800 €/m² Wohnfläche – ohne Garagen und Außenanlagen- begrenzt werden, berichtete Dr. Huber. Der Mehrenergieverbrauch, der für die Produktion eines unterkellerten Ziegelhauses im Vergleich zu einem gleich großen Vollholzhaus anfällt, reicht aus, um ein Holzhaus ca. 200 Jahre lang zu heizen. Da 50 Prozent aller Ressourcen zur Herstellung von Gebäuden verbraucht werden, wäre der verstärkte Einsatz von Holz ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, erklärte Kreisrätin Renate Hanglberger.

Robert Bergmüller und Thoralf Fels konnten aus ihrem langjährigen Erfahrungsschatz mit dem natürlichen Werkstoff Holz berichten. Mit dem notwendigen Fachwissen, geschulten Handwerkern und einer guten Vorplanung stehe einem Holzbau absolut nichts im Wege.
Mit dem Wunsch, dass auch bei uns in Zukunft mehr Häuser aus dem klimafreundlichen und nachhaltigen Baustoff Holz entstehen mögen, beendete der ÖDP Kreisvorsitzende, Lorenz Heilmeier, die Besichtigung

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