"Man tut sich schwer zu verstehen, warum der Beitritt Griechenlands zur Lateinischen Münzunion von dieser erlaubt oder gar erwünscht gewesen sein sollte. In keinster Weise war Griechenland ein wünschenswertes Mitglied dieser Union. Unsolide in wirtschaftlicher Hinsicht, geschüttelt von politischem Streit und finanziell am Ende war sein Zustand bemitleidenswert. Mit einer Last von Schulden kämpfend war es bemüht, eine große Menge von nicht konvertierbarem Papiergeld im Umlauf zu halten. Es war weder von der Lage her eine wünschenswerte Ergänzung der Lateinischen Münzunion noch wäre ihre wirtschaftliche und finanzielle Bedeutung groß gewesen. Trotzdem wurde ihre Mitgliedschaft sichergestellt und wir führen das auf obskure politische Einflüsse zurück ... um zu erreichen was ökonomische und finanzielle Erwägungen nicht hätten bewirken können. Es ist sicherlich schwer zu verstehen, welch andere Gründe denn diese das Erreichen der Mitgliedschaft begründen könnten. " Diese Worte schrieb der Wirtschaftswissenschaftler Henry Parker Willis im Jahre 1901. Ersetzt man die Worte "Lateinische Münzunion" durch "Euro", dann hätte dies 110 Jahre später exakt genauso wieder gesagt werden können. Offenbar hat die Politik in diesen 110 Jahren absolut nichts dazugelernt - insbesondere die der linken Kräfte in unserer Republik. Ökonomische Tatsache ist, dass die Wertentwicklung der griechischen Drachme seit der Unabhängigkeit von der Türkei 1830 nur eine Richtung kennt: Nach unten. Wer's genauer wissen will: Google und "greek basketcase" - ein Aufsatz von Marc Oliver Hartwick im australischen Business Spectator. - Gez. Thomas Stauffert

