Natürlich ist es Lobbyarbeit, was sonst? "Bianca Bienel" sollte sich auf den aktuellen Stand bringen und das neue Buch der TV-Journalistin Sonia Mikich lesen: "Enteignet. Warum uns der Medizinbetrieb krank macht" (Bertelsmann). Es ist eine einzige Anklage gegen die Ökonomisierung (d.h. Privatisierung) des Gesundheitswesens, geschildert aus eigener Erfahrung. So etwas aber interessiert die verkappte Großpolitikerin und Vereinslobbyistin "Bienel" nicht. Für sie ist wichtiger, dass die in Landshut stinkeverwöhnten Vereine nicht plötzlich weniger Geld bekommen und Grundbesitzer nicht etwa höhere Steuern zahlen müssen. So würde sich die Schuldenpolitik nur unter anderen Vorzeichen fortsetzen: Man verscherbelt das Klinikum, um ein paar Jahre lang mit der Geldraushauerei, wie gehabt, weitermachen zu können und bestimmte Bevölkerungskreise von unangenehmen Wahrheiten und Konsequenzen zu verschonen. Und das will man noch als Politik für die Bürger verkaufen! Gottseidank bewegen sich immer mehr Bürger auf einem weit besseren Informationsniveau, als "Bienel" e tutti quanti es für möglich halten. (Besonders putzig bei "Bienel" ist ihre absichtsvolle Verwechslung ihrer persönlichen Gesundheit mit der Gesundheit als Angebot öffentlicher Daseinsvorsorge. Und Hausärzte sind Freiberufler, keine Unternehmer, auch wenn es da Überschneidungen gibt. Das ist "Bienel" wurscht, weil solche Positionen erst aus unklarem Denken und unklarer Begriffsverwendung ihre scheinbare Plausibilität gewinnen.) - Frau Emons hat Recht. Jeder, der Bienel hier widerspricht, hat allein schon fast deshalb Recht. - gez.. Max Geltinger

