Sparpotenzial

Herrn Altingers Anregung, über die Notwendigkeit eines Stadttheaters durch Bürgerbefragung zu entscheiden,ist zu begrüßen. Das Publikum hat sich in den letzten dreissig Jahren nicht weniger geändert als das Theater selbst, das von einem Intendanten Tilch zunehmend in die Bedeutungslosigkeit geführt wurde. Wo einst Klaus Schlette nach seinem furiosen Start in den 1970er-Jahren der Schauspielabteilung zu überregionalem Ansehen verhalf und sein Nachfolger Johannes Reitmeier mit hohen künstlerischen und ästhetischen Ansprüchen das Publikum für sich einnahm, gibt man sich heute mit Unterhaltungsangeboten auf RTL-Niveau zufrieden. Ich glaube nicht, dass die hohen Kosten für dieses Theater noch gerechtfertigt sind - zumal gerade für die Landshuter das reichhaltige Theater- und Opernangebot in München sozusagen vor der Tür liegt. Und außerdem ist hier immer noch das Kleine Theater, das dem Stadttheater längst den Rang abgelaufen hat, wenn es um Qualität geht. Also -Bernlochner stilllegen, keinen Euro mehr für die geschäftstüchtigen Vermieter (haben die eigentlich schon mal fürs Stadttheater gespendet?) und eine Umstrukturierung des Zweckverbands, der seinen Hauptsitz ja ohnehin in Passau hat. - gez. Doris Wimmer