Grundsätzlich stört mich an den "Argumentationen" der institutionalisierten Verhinderer - so auch wie in diesem Fall bei der B15n- daß weniger Fakten dargeboten werden, sondern mehr vage weltanschauliche Lebensentwürfe und Gefühle, die dann mit kernigen Adjektiven wie z.B. "intelligent" verstärkt werden, wenn es um die eigene Meinung geht und z.B. "wahnsinnig", wenn es um die zu bekämpfende Meinung geht. Eine Vilsbibuger Stadträtin verwendete vor ein paar Tagen den Begriff "unheilige Allianz" bei den Befürwortern, wohl um die Bösartigkeit und moralische Minderwertigkeit des Bauvorhabens und der beteiligten Befürworter zu unterstreichen. - Zu den Fakten: Es ist völlig normal, daß eine Straße erst angenommen wird wenn sie in die Gewohnheiten der ansässigen Bevölkerung "eingesickert" ist und was den überregionalen Verkehr anbelangt in die Navigationssysteme der Fahrzeuge aufgenommen sein wird. Der Hauptgrund ist aber sicherlich der, daß die B15n umso mehr Sinn macht und umso mehr ihre Aufgabe erfüllt je länger sie ausgebaut ist. Das jetzt fertiggestellte Teilstück bis Neufahrn ist in der Tat verkehrsstrategisch noch ziemlich unwirksam. Selbst der Ausbau bis vor die Isar kann nur für die Ortschaften Neufahrn, Ergoldsbach und Essenbach eine Teilerfüllung der zugedachten Funktion erreichen. In diesem Fall wird das Chaos aber immer noch über Landshut hereinbrechen. Es sollte im Interesse aller Landshuter sein sich für den vorrangigen Ausbau zumindest bis über die Isar hinweg stark zu machen um die Auswirkungen auf Landshut zumindest zu dämpfen. Die volle Wirkung und den vollen Nutzen für Anwohner, Verkehrsfluß und auch für Wirtschaft und industrielle Arbeitsplätze wird sie erst entfalten wenn sie bis Rosenheim durchgeht. Alle Bürger, denen die Bedeutung des Projektes klar ist, müssen sich auch mal dazu bekennen, damit nicht der Eindruck bleibt, daß die von einer Minderheit lautstark vorgetragene Protestmeinung repräsentativ sei. - gez. Alexander Igl

