Sehr geehrter Herr Schnur, Sie haben völlig recht. Die Alternative Ostumgehung ist in weitere Ferne gerückt, wie die mögliche Fortführung der B15n südlich von Essenbach. Daher gibt es derzeit ja den Vorschlag der FDP (siehe Stadtratsantrag von Norbert Hoffmann) die B15n zumindest kurzfristig nach Süden über die Isar, bis zur Kreisstraße LA14 zu verlängern. Das Interessante an der Diskussion ist ja, dass die Grünen immer dann ortsnahe Umgehungsstraßen als Alternative vorschlagen, wenn sie gegen den Bau einer Bundesfernstraße argumentieren. Wenn Ortsumgehungen für sich geplant werden, sind sie zumeist vorort auch dagegen - ich hatte weiter oben schon darauf hingewiesen. Die Doppelbödigkeit der Argumentation ist hier leicht erkennbar. Z.B. haben die Grünen zusammen mit dem BN vehement gegen den Bau der Westtangente Rosenheim gekämpft - die sie nun als Musterbeispiel einer Ersatzlösung zur B15n feiern. Solche Beispiele gibt es aus allen Infrastrukturbereichen. Gegen den Bau von Straßen wird gerne die notwendige Priorisierung der Schiene ins Feld geführt - werden Schienenaus- oder -neubauprojekte geplant, stellt man sich i.d.R. auch wieder dagegen. Besonders krass ist derzeit die Unterstützung der örtlichen Bürgerinitiativen gegen den Ausbau der Inntalstrecke der DB, die zwingend notwendig zur Verlängerung der Bahnstrecke über den Brennerbasistunnel ist. Deutschland ist auf dem besten Wege, sich bei diesem Thema zum Gespött Europas zu machen. - Freundliche Grüße - gez. Alexander Putz

