Ob eine Autobahn zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beiträgt oder nicht, hängt sehr stark davon ab, welche Straßenverbindung sie leistungsfähiger macht. Für die Region Landshut ist die Anbindung an München wichtig. Das war es dann auch. Von Landshut kann man derzeit durchgängig auf Autobahnen nach Rosenheim fahren und in einigen Jahren auch nach Regensburg. Gasfuß, was willst du mehr? Die Befürworter einer durchgehenden Autobahn von Regensburg nach Rosenheim argumentieren gerne mit der wirtschaftlichen Entwicklung, die die Region Landshut dadurch erfahren würde. Das ist ziemlich realitätsblind. Der Wirtschaft in der Region geht es prächtig. Die Arbeitslosenquote ist vergleichsweise extrem niedrig. Das Problem ist eher ein Fachkräftemangel. Wer aber meint, man könne einen Fachkräftemangel mit einem Autobahnbau beheben, der soll sein Schulgeld zurück zahlen. Nix gelernt. Wie Autobahnanbindung und Wirtschaftsentwicklung zusammen hängen, kann man vielfach beobachten. Beispiel Hof in Bayern. Zwei Autobahnen und ein Regionalflughafen und höchste Arbeitslosenraten. Beispiel Nürnberg: Drei Autobahnen, Flughafen und Pleiten von Großkonzernen wie Grundig, Quelle und AEG. Und wenn jetzt hier Vertreter der aktuellen Regierungskoalition im Bund und in Bayern darüber klagen, dass der Autobahnbau nicht richtig vorwärts kommt, dann möchte ich sie schon daran erinnern, dass seit dem Jahr 1983 außer den Jahren 1998 bis 2005 bis heute 23 Jahre die CDU die Kanzlerschaft inne hatte. Die meiste Zeit sogar mit der FDP im Boot. Da hätten sie ihre geliebte Autobahn schon dreimal bauen können. Aber das Projekt war ihnen nicht wichtig und wenn sie jetzt auf die Grünen eindreschen und ÖPNV, Schwerlastverkehr und Fahrradwege nicht auseinender halten können, dann sage ich nur: Herzliches Beileid. - gez. Michael Vogt

