Sehr geehrter Herr Unfried, wir haben offensichtlich in vielen Dingen ähnliche Ansichten. Insbesondere freut es mich, dass Sie Herrn Seehofer das angesprochene Gerechtigkeitsgefühl als Motiv zubilligen und ihm keinesfalls Ausländerfeindlichkeit o.ä. unterstellen, was in Wahlkampfzeiten manchen schon mal leicht über die Lippen kommt. Allerdings möchte ich doch anführen, dass ein Betrag von immerhin 600 Mio jährlich auch nicht gerade ein Pappenstiel ist, zumal diese Mehreinnahme ja auch keinesfalls die einzige Quelle sein darf, aus der die Infrastruktur weiter ausgebaut und verbessert werden muß. Was die Ausweitung der LKW-Maut anbelangt, klingt erstmal gut, ist aber eigentlich genau die Art von Abgabe, die zu exakt 100% auf den Verbraucher umgelegt werden wird, genau so wie die Subventionen für EE oder angedachte "Umlagen" für den Netzausbau usw. Und was Ihre Sorge für Autofahrer und Pendler anbelangt, so muß ich doch noch anmerken, daß die Politik in allen zurückliegenden Legislaturperioden und auf allen Verwaltungsebenen den Autofahrer kräftig zur Kasse gebeten hat, durch Steuererhöhungen, Verschärfungen der Bußgeldkataloge und systematisches Aufstellen von Fallen aller Art an allen Ecken und Enden. Ein Highlight bei diesem groß angelegten "Abfischen" war seinerzeit die vielmalige Erhöhung der Spritkosten durch die sogenannte Mineralösteuer durch Rot-Grün. - gez. Alexander Igl

