Mautdebatte

Sehr geehrter Herr Unfried, ich bin kein Wahlkämpfer für die CSU und ich habe mich seit ein paar Wochen auch nur deshalb bei ein paar Foren eingeloggt, weil mir das seichte Wahlkampfgeplauder der meisten Parteien auf die Nerven geht. Nur ein paar Anmerkungen zu Ihren Ausführungen: Ich schrieb ja bereits, daß die 600 Mio alleine niemals die infrastrukturellen Probleme lösen können, die auf uns zukommen werden. Die Summe von 500 Mio, die Sie ja doch als Pappenstiel einstufen ist aber immerhin 10 mal größer als die 50 Mio, wegen der die SPD vor ein paar Jahren in Schnappatmung zu geraten schien als Sie seinerzeit von Hilmar Kopper von der Deutschen Bank im Zusammenhang unbezahlter Handwerkerrechnungen als "Peanuts" bezeichnet wurde. Wenn die SPD 4 Mrd mehr für Infrastruktur investieren möchte, dann werde ich mit großem Interesse im Falle Ihres Wahlsieges verfolgen, wie Sie das innerhalb einer Koalition mit ihrem bevorzugten Koalitionspartner, den Grünen durchsetzen wollen. Mir ist in der Beobachtung der letzten Jahre praktisch kein einziges wesentliches verkehrsplanerisches Vorhaben bekannt, das die Grünen nicht versucht haben zu boykottieren. Und wenn Sie 2 von 4 Mrd über den Schwerverkehr einnehmen wollen, dann werden eben genau diese 2 Mrd durch Preiserhöhungen auf den Verbraucher weitergegeben. Der Hinweis "der Anteil der Transportkosten an den gesamtwirtschaftlichen Kosten fällt gering aus“ ist somit ziemlich verschleiernd und substanzlos. Zum Schluß noch im Hinblick auf die verbleibenden 2 Mrd, die Sie über eine typische SPD-Neid-Reichensteuer einnehmen wollen, meine Zustimmung zur Meinung von Herrn Steinbrück-Version1.0. Hier 2 Zitate von ihm: 1. "Man darf die Starken in ihrer Leistungswilligkeit nicht so provozieren und so verprellen, dass sie den Solidarvertrag aufkündigen." 2011, auf ntv 2. "Die SPD muss auch auf die Interessen jener achten, die jeden Tag arbeiten gehen und das erwirtschaften, was verteilt werden kann." 2010, "Handelsblatt" Allerdings sagte er dieses, bevor er auf Geheiß von Herrn Gabriel und Frau Nahles so viel Kreide fressen mußte, daß er für mich jede Authentizität und Glaubwürdigkeit verloren hat. - gez. Alexander Igl