Sehr geehrter Herr Vogt, Sie haben in Ihrer umfangreichen Stellungnahme leider wieder keine Antwort auf die Frage gegeben, wie die Konrad-Adenauer-Straße die im (von Ihnen zitierten) Kurzak-Gutachten prognostizierten 35.000 Fahrzeuge aufnehmen soll, wenn die B15n in Essenbach endet. Als Argument zu bringen: "Deswegen war ich ja von Anfang an gegen den Bau dieser Straße" ignoriert den Ist-Zustand und hilft nicht wirklich weiter. Die Weiterführung der B15n wird nicht die Lösung aller Verkehrsprobleme in Landshut sein, da stimme ich Ihnen ausdrücklich zu. Langfristig bräuchte die Stadt eine zusätzliche stadtnahe Isarquerung im Osten und eine Westumgehung, die auch durch den Landkreis bis südlich von Landshut weiter geführt wird. Dass der Verkehr tatsächlich in 30 bis 50 Jahren weniger werden wird, zweifle ich stark an. Die demographische Entwicklung Deutschlands alleine ließe das vermuten, Sie dürfen aber nicht unterschlagen, dass diese in den nächsten Jahrzehnten über Zuzug von außen stark beeinflusst werden wird (müssen!) und die Bevölkerungsdichte sich regional sehr unterschiedlich entwickeln wird. Noch eine Bemerkung sei mir erlaubt: Sie erwähnen den Brennerbasistunnel: Ein Meisterwerk der Ingenieursbaukunst - ich war vor ein paar Monaten auf der Baustelle. Erwähnenswert ist dabei auch, dass so eine Baumaßnahme heute in Deutschland nicht möglich wäre - sie würde sofort politisch instrumentalisiert, wie jedes größere Bauvorhaben. Wissen sie auch, dass die Fortführung des Brennerbasistunnels einen entsprechenden Ausbau der Inntalbahn auf deutscher Seite erfordert? Und nun raten Sie einmal, wer die im Inntal bereits formierten "Dagegen-Bürgerbewegungen" politisch unterstützt? (ich war auf einer Bürgerversammlung - da wird dann, in guter Tradition zuerst geleugnet, dass der Bahnverkehr auf der Brennerstrecke zunehmen wird, "weil die Gutachten alle falsch sind"). - Freundliche Grüße Alexander Putz

