Kosten der Berufsschulen

Sie haben ja recht, Herr Schnall. Aus der Stadt Landshut kommen weniger Berufsschülerinnen als aus dem Landkreis Landshut. Das wird auch bei den laufenden Kosten des Schulbetriebs berücksichtigt. Bei den Renovierungs- und Neubaukosten für die Berufsschulen 1 und 2 treten allerdings Landkreis und Stadt Landshut als gleichberechtigte Partner auf. Das hat gute Gründe. Stellen Sie sich nur vor, wie das wäre, wenn der Landkreis hier zu 70 Prozent das Sagen hätte. Da könnte man schöne Spekulationen anstellen. Hilft aber nichts. Es ist so, wie es ist. Und das hat Vorteile. Vor allem den, dass hier Stadt und Landkreis wirklich einmal gemeinsame Sache machen. Das ist ein Modell für die Zukunft der regionalen Entwicklung. Die Kostenentwicklung muss man separat davon betrachten. Man vergibt den Bau ja nicht an eine einzelne Firma zu einem festen Preis zur schlüsselfertigen Übergabe. Vielmehr sind dutzende von Ingenieurbüros, Baufirmen und Zulieferer in einer Zeit der Bauhochkonjunktur über mehrere Jahre mit der Ausführung beschäftigt. Alle mit Einzelverträgen. Und man weiß ja, dass jeder Mechaniker seinen Kostenvoranschlag bei der Endrechnung um bis zu zehn Prozent überschreiten kann. Wir Zweckverbandsräte verfolgen die Kostenentwicklung seht genau. Im Wesentlichen sind Steigerungen unvermeidlich. Am allerwenigsten sind sie Sonderwünschen des Auftraggebers geschuldet. Wir bauen keinen Bischofspalast. Das sollten auch Dauerkritiker wie „Mecker-Mario“ Altinger endlich einmal zur Kenntnis nehmen, die keinen konstruktiven Beitrag leisten können, aber abseits jeder Realität von „Kostenexplosion“ schwafeln. Schöne Grüße Michael Vogt, Aham Kreisrat, Zweckverbandsrat Berufsschulen.

Anmerkung er Redaktion: Es geht hier um viele Millionen Euro Kostenübrschreitung. Vom Freistaat Bayern gibt es dafür anteilig keinerlei Zuschüsse oder Fördergelder. Die Stadt und der Landkreis werden als Zweckverbandsmitglieder also hoch "bestraft". Die Berufsschule Dingolfing und das Ergoldinger Gymnasium wurden just zur gleichen Zeit ohne Kostenüberschreitungen gebaut wie der erste Bauabschnitt der Berufsschule. - Vor allem die Stadt muß ja ansonsten jeden Pfennig dreimal umdrehen und hier verschwinden Millionen im Kostengrab. Wo bleibt die hier so wichtige Kontrollfunktion der Zweckverbandsräte? Das ist ein absolut miserables Beispiel für eine Stadt-Landkreis-Kooperation.  - gez. Hermann Schnall, Redakteur