Herr Mertens war und ist der kaufmännische Direktor des Klinikums, er hat die Aufgaben des Geschäftsführers übergangsweise übernommen, da nach dem Abgang von Herrn Bönsch die Position ja erst neu ausgeschrieben werden musste. Herr Mertens hat sich ebenfalls für die Stelle des Geschäftsführers beworben, es aber nicht in die engere Auswahl geschafft. Es steht ihm nun frei, sich mit seiner bisherigen Stelle als kaufmännischer Direktor und so ebenfalls Mitglied der Klinikleitung zufriedenzugeben oder sich anderwärtig umzusehen. Ein ganz normaler Vorgang, wie er überall in Deutschland immer wieder geschieht. Wäre Herr Mertens zum Geschäftsführer erhoben worden, wäre ja wieder die Stelle des kaufmännischen Direktors frei geworden. Interne Besetzungen werden nicht nur in Landshut oftmals als problematisch gesehen und seine bisherige Stellung macht Herrn Mertens nicht automatisch zum geeignetsten Kandidaten für den Posten des Geschäftsführers. Es ist die Entscheidung des Aufsichtrates und der Gesellschafterversammlung (im Fall des Klinkums also des Stadtrats) welcher der Kandiaten als geeignetster erachtet wird. Diese Entscheidung darf gerne kritisiert werden, wenn man der Meinung ist, Herr Mertens hätte in die engere Auswahl kommen sollen, dann muss man aber auch aussagekräftige Argumente zu dessen Qualifikation vorbringen. Ansonsten gilt festzustellen, dass Herr Mertens von Anfang an nur Interims-Geschäftsführer, also übergangsweise bis ein neuer gefunden ist, war. Wenn er professionell genug ist, gibt es für ihn keinen Grund seine Stelle als kaufmännischer Direktor zu kündigen. Denn wie bereits erwähnt ist die Klinikum Landshut gGmbH nicht das einzige Unternehmen in Deutschland, bei dem kurzzeitig ein Interims-Geschäftsführer aus den eigenen Reihen eingesetzt wird, der dann aber nicht automatisch auch zum neuen Geschäftsführer des Unternehmens wird und in seiner privatisierten Form ist das Klinkum nunmal als Unternehmen zu betrachten, auch wenn die Stadt Landshut die einzige Gesellschafterin ist. Das einigermaßen schnell ein neuer Geschäftsführer gefunden werden konnte, ist grundsätzlich als positiv zu bewerten. Ob die Entscheidung für Herrn von Oppen richtig war, werden wir dann ja sehen. - gez. Max Herbe

