Sehr geehrter Herr Haseneder, Sie schlagen vor, dass sich die Stadt als Kostenträger für kulturelle Einrichtungen "definitiv zurückziehen muss". Vereine und Träger sollen zur Gänze selbst für ihre Einrichtungen aufkommen. Ihnen ist schon klar, dass Kulturförderung eine sehr wichtige staatliche Aufgabe ist, die auch sehr eng mit dem Thema Bildung verknüpft ist? Wenn sich die Öffentliche Hand grundsätzlich völlig davon zurückzieht, bedeutet dies das Ende vieler kultureller Einrichtungen. Etatkürzungen, Einsparungen (z.B. durch Zusammenlegung von Einrichtungen und Rationalisierung der Verwaltung) sind mit Sicherheit angebracht und notwendig, allerdings sollte das für die gesamten freiwilligen Leistungen gelten und nicht in Form eines einseitigen Kahlschlags zu Lasten von kulturellen Einrichtungen stattfinden. Sie betonen doch ständig, dass "auf keinen Fall an der Bildung gespart werden dürfe." Ein Tipp: Die Bildung junger Menschen hängt nicht ausschließlich davon ab, wie neuwertig Räumlichkeiten und Möbel in der Schule sind. Da gehört schon noch mehr dazu. - Freundliche Grüße, Alexander Putz

