@Frau Strontz, 9000+

Sehr geehrte Frau Strontz, Ihre Beiträge hier verfolge ich oft mit Zustimmung! Aber mit Deimer haben Sie nicht Recht, fürchte ich. Deimer hat nicht primär das Stadtbild erhalten wollen. Ihm ging es darum, bis zum Schluss seine Wahlprozente und Popularitätswerte hochzuhalten, sonst um erst einmal gar nichts. Er war und ist der größte Fassaden-Erhalter, den ich da kenne, aber vor allem seiner eigenen! Vor jeder wichtigen Zukunftsentscheidung hat er sich bauernschlau und listig gedrückt (Gutachten! Gutachten! Neue Gutachten!), gerade bei Verkehrsproblemen. Das gilt auch für den Tunnel, sein persönliches Spielzeug, bei dem er zwar Widerstand zu befürchten hatte, aber kaum von vielen Anwohnern, die er hätte enteignen oder sonst schädigen müssen. -- Mit den Neubauschuppen haben Sie ja völlig Recht, aber schauen Sie sich doch die heutige Innenstadt an! Nicht mal eine vernünftige Fußgängerzone hat der damals durchgesetzt, aus Angst vor einigen Geschäftsleuten und anderen Interessenten. Hat Deimer zukunftsorientierte Politik gemacht? I wo! Oder, wenn: dann zuallererst für sich! Dies und die Schulden aus der Deimer-Zeit werden teilweise schon heute zu Unrecht dem OB Rampf in die Schuhe geschoben. Wenigstens der hat getan, was er nur konnte. -- "Auf Deimer rumhacken"? Würde keiner tun, wenn die vielen ärgerlichen Wahrheiten nicht allmählich ans Licht kämen (Bernlochner-Verträge zuungunsten der Stadt, Koenig-Museum zuungunsten der Stadt, Riesenschulden, etc.) . Und von denen, die damals die Hand dafür gehoben haben, sitzen ihrer immer noch genug im Stadtrat rum. Wenn man dran denkt, wird es einem schlecht (ich mag's gar nicht auf gut Bayerisch sagen). Lachen muss ich nur manchmal, wenn ich über die Wittstraße an dem dunklen Loch vorbeifahre, über dem in Talmi-Buchstaben der Namensgeber prangt. Das hat schon was Lustiges, das hat schrägen Charme; aber das ist dann auch das einzige. Sonst müsste unsereins ja stracks zum preußischen Sauertopf werden! - gez. Hans Zehntner