Solange amtierende Stadträte den Eindruck vermitteln, klüger und wichtiger zu sein als alle anderen Landshuter Bürger, muss man sich über diese Wahlbeteiligung nicht wundern. Man muss nur einmal miterlebt haben, wie sie sich gegenseitig angiften können, wenn nicht sie auserwählt waren, bei irgendeinem Pippifaxanlass das "Grußwort in Vertretung des Oberbürgermeisters" sprechen zu dürfen. Als ob irgendjemand außer dem Grußwortsprecher selbst Wert auf dieses inhaltsleere Gelaber legen würde. Geradezu ekelhaft ist es, wie sie bei öffentlichen Veranstaltungen hofiert werden möchten, wozu auch gehört, dass sie sich ihre Getränke und ihr Essen von den jeweiligen Veranstaltern bezahlen oder auch ihre Theater- und Konzertkarten schenken lassen. Und wehe, sie erblicken eine Kamera! Das Geschiebe und Gedrängel vor dem Fotografen ist geradezu aberwitzig: nur ja in die Zeitung kommen, damit man gesehen wird! Mit solchen Leuten soll man sich als politisch mündiger Bürger befassen? Damit müssten sich 60 Prozent der wahlberechtigten Landshuter doch weit unter ihr Niveau begeben - nein, danke! - gez. Thomas Wimmer

